Anfrage CDU: Schulabgänge an Hauptschulen

Vorlage: 17561
Art: Beschlussvorlage
Datum: 12.02.2007
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 27.02.2007

    TOP: 25

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • TOP 25
    Extrahierter Text

    ANFRAGE Stadtrat Wolfram Jäger (CDU) Stadtrat Detlef Hofmann (CDU) Stadträtin Bettina Meier-Augenstein (CDU) Stadträtin Christiane Staab (CDU) vom: 08.01.2007 eingegangen: 09.01.2007 Gremium: 33. Plenarsitzung des Gemein- derates Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 27.02.2007 959 25 öffentlich Dez. 3 Schulabgänge an Hauptschulen Stellungnahme des Bürgermeisteramtes Zu OZ. 1 Weshalb sind bei den Abgängerzahlen ohne Abschlusszeugnis an den einzelnen Hauptschulen erhebliche Differenzen zu verzeichnen? Die unterschiedliche Schüler/innenklientel bezüglich des häuslichen Umfeldes führt zu erheblichen Differenzen bezüglich der Abgängerzahlen ohne Abschlusszeugnis an den einzelnen Hauptschu- len. Ein geringer Teil der Abgänger ohne Abschlusszeugnis besteht aufgrund fehlenden Einsatzes nicht die HS-Abschlussprüfung. Der größere Teil sind vorzeitige Schulabgänger, welche die allge- meine Schulpflicht nach dem Besuch von fünf Hauptschuljahren (ausländische Seiteneinstei- ger/innen mit 15 Jahren) erfüllt haben und einen weiteren freiwilligen Schulbesuch verweigern. Zu OZ. 2 Weshalb verlassen trotz kleiner Klassengröße vergleichsweise viele Schülerinnen und Schüler die Hauptschule ohne Abschluss? Die Klassengröße hat keinen Einfluss auf die Leistungsmotivation der Schülerinnen und Schüler in der Hauptschule. Auch wenn sich ein Lehrer oder eine Lehrerin bei kleinen Klassen intensiver den einzelnen Schüler/innen widmen kann, bleibt der gewünschte Erfolg bezüglich des Arbeitseinsat- zes meist aus. Die Ursache für die fehlende Leistungsbereitschaft ist im Elternhaus und in der all- gemeingesellschaftlichen Situation zu suchen. Zu OZ. 3 Gibt es Erkenntnisse über den weiteren schulischen Werdegang der Abgänger ohne Abschluss- zeugnis? Der weitere schulische Werdegang der Abgänger/innen ohne Schulabschluss führt bei zunehmen- den Leistungseinsatz entweder über das BVJ oder eine später abgelegte Schulfremdenprüfung zu einem Hauptschulabschluss. Seite 2 von 2 Nach der amtlichen Schulstatistik sind von insgesamt 655 Abgängern an Hauptschulen zum Schuljahresbeginn 2006/07 303 Schülerinnen und Schüler in das Berufsvorbereitungsjahr und 24 in das Berufseinstiegsjahr gewechselt. Zu OZ. 4: Welche Bemühungen werden unternommen, um die Zahl der Schülerinnen und Schüler ohne Ab- schlusszeugnis zu reduzieren? Wie sieht die konkrete Vorgehensweise der einzelnen Schulen aus? Konnten hierbei erste Erfolge erzielt werden? Die Karlsruher Hauptschulen können vielfältige und weitreichende Schullaufbahn begleitende dif- ferenzierte Fördermaßnahmen zu Prüfungsvorbereitung, Sozialverhalten, Persönlichkeitsbildung und Ausbildungsqualifizierung vorweisen. Hausaufgabenbetreuung, Elterngespräche sowie intensive Kooperationen mit dem sozialen Dienst finden als außerunterrichtliche sozialpädagogische Maßnahmen statt. Ohne diese intensiven und dauerhaften Präventiv- und Begleitmaßnahmen würden weitaus weniger Hauptschüler/innen ein Abschlusszeugnis erhalten.

  • Vorlage TOP 25: Anfrage CDU: Schulabgänge an Hauptschulen
    Extrahierter Text

    ANFRAGE Stadtrat Wolfram Jäger (CDU) Stadtrat Detlef Hofmann (CDU) Stadträtin Bettina Meier-Augenstein (CDU) Stadträtin Christiane Staab (CDU) vom: 08.01.2007 eingegangen: 09.01.2007 Gremium: 33. Plenarsitzung des Gemein- derates Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 27.02.2007 959 25 öffentlich Dez. 3 Schulabgänge an Hauptschulen Stellungnahme des Bürgermeisteramtes Zu OZ. 1 Weshalb sind bei den Abgängerzahlen ohne Abschlusszeugnis an den einzelnen Hauptschulen erhebliche Differenzen zu verzeichnen? Die unterschiedliche Schüler/innenklientel bezüglich des häuslichen Umfeldes führt zu erheblichen Differenzen bezüglich der Abgängerzahlen ohne Abschlusszeugnis an den einzelnen Hauptschu- len. Ein geringer Teil der Abgänger ohne Abschlusszeugnis besteht aufgrund fehlenden Einsatzes nicht die HS-Abschlussprüfung. Der größere Teil sind vorzeitige Schulabgänger, welche die allge- meine Schulpflicht nach dem Besuch von fünf Hauptschuljahren (ausländische Seiteneinstei- ger/innen mit 15 Jahren) erfüllt haben und einen weiteren freiwilligen Schulbesuch verweigern. Zu OZ. 2 Weshalb verlassen trotz kleiner Klassengröße vergleichsweise viele Schülerinnen und Schüler die Hauptschule ohne Abschluss? Die Klassengröße hat keinen Einfluss auf die Leistungsmotivation der Schülerinnen und Schüler in der Hauptschule. Auch wenn sich ein Lehrer oder eine Lehrerin bei kleinen Klassen intensiver den einzelnen Schüler/innen widmen kann, bleibt der gewünschte Erfolg bezüglich des Arbeitseinsat- zes meist aus. Die Ursache für die fehlende Leistungsbereitschaft ist im Elternhaus und in der all- gemeingesellschaftlichen Situation zu suchen. Zu OZ. 3 Gibt es Erkenntnisse über den weiteren schulischen Werdegang der Abgänger ohne Abschluss- zeugnis? Der weitere schulische Werdegang der Abgänger/innen ohne Schulabschluss führt bei zunehmen- den Leistungseinsatz entweder über das BVJ oder eine später abgelegte Schulfremdenprüfung zu einem Hauptschulabschluss. Seite 2 von 2 Nach der amtlichen Schulstatistik sind von insgesamt 655 Abgängern an Hauptschulen zum Schuljahresbeginn 2006/07 303 Schülerinnen und Schüler in das Berufsvorbereitungsjahr und 24 in das Berufseinstiegsjahr gewechselt. Zu OZ. 4: Welche Bemühungen werden unternommen, um die Zahl der Schülerinnen und Schüler ohne Ab- schlusszeugnis zu reduzieren? Wie sieht die konkrete Vorgehensweise der einzelnen Schulen aus? Konnten hierbei erste Erfolge erzielt werden? Die Karlsruher Hauptschulen können vielfältige und weitreichende Schullaufbahn begleitende dif- ferenzierte Fördermaßnahmen zu Prüfungsvorbereitung, Sozialverhalten, Persönlichkeitsbildung und Ausbildungsqualifizierung vorweisen. Hausaufgabenbetreuung, Elterngespräche sowie intensive Kooperationen mit dem sozialen Dienst finden als außerunterrichtliche sozialpädagogische Maßnahmen statt. Ohne diese intensiven und dauerhaften Präventiv- und Begleitmaßnahmen würden weitaus weniger Hauptschüler/innen ein Abschlusszeugnis erhalten.

  • Vorlage TOP 25: Anfrage CDU: Schulabgänge an Hauptschulen
    Extrahierter Text

    33. ÖFFENTLICHE PLENARSITZUNG DES GEMEINDERATES AM 27. FEBRUAR 2007 Vorlage Nr. 959 ANFRAGE Zu TOP 25 ------------------------------------------ A N F R A G E der Stadträte Wolfram Jäger und Detlef Hofmann, der Stadträtinnen Bettina Meier-Augenstein und Christiane Staab (CDU) sowie der CDU- Gemeinderatsfraktion vom 8. Januar 2007 Schulabgänge an Hauptschulen Weshalb sind bei den Abgängerzahlen ohne Abschlusszeugnis an den einzelnen Hauptschulen erhebliche Differenzen zu verzeichnen? Weshalb verlassen trotz kleiner Klassengrößen vergleichsweise viele Schülerinnen und Schüler die Hauptschule ohne Abschluss? Gibt es Erkenntnisse über den weiteren schulischen Werdegang der Abgänger ohne Abschlusszeugnis? Welche Bemühungen werden unternommen, um die Zahl der Schülerinnen und Schüler ohne Abschlusszeugnis zu reduzieren? Wie sieht die konkrete Vorgehensweise der einzelnen Schulen aus? Konnten hierbei erste Erfolge erzielt werden? Sachverhalt / Begründung: Dem Statistischen Jahrbuch 2006 ist zu entnehmen, dass insgesamt 80 Schülerinnen und Schüler die Hauptschule ohne Abschlusszeugnis verlassen haben. Diese Zahl erscheint uns insgesamt sehr hoch. Auffällig ist jedoch zudem, dass an einigen Schulen mehrere, an anderen keine Schülerinnen und Schüler ohne Abschlusszeugnis zu verzeichnen sind. An den Hauptschulen werden regelmäßig möglichst wenige Schüler in einer Klasse unterrichtet. Damit verwundert die hohe Abgängerzahl ohne Abschlusszeugnis umso mehr, denn die kleinen Klassengrößen sollen ja gerade eine individuellere Betreuung und Förderung gewährleisten. gez. Wolfram Jäger gez. Detlef Hofmann gez. Bettina Meier-Augenstein gez. Christiane Staab Hauptamt - Sitzungsdienste - 9. Februar 2007