Anfrage CDU: Energiesparende Schulen
| Vorlage: | 17559 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 12.02.2007 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Wolfartsweier |
Beratungen
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Extrahierter Text
ANFRAGE Stadtrat Wolfram Jäger (CDU) Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) vom: 27.12.2006 eingegangen: 08.012007 Gremium: 33. Plenarsitzung des Gemein- derates Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 27.02.2007 957 23 öffentlich Dez. 4 Energiesparende Schulen Stellungnahme des Bürgermeisteramtes 1. Aktion „Klimafreundliche und energiesparende Schule“ Zu a) Welche Schulen in Karlsruhe beteiligen sich an der Aktion „Klimafreundliche und energiesparende Schule“? Welche konkreten Projekte wurden in den Schulen jeweils um- gesetzt? Die Oberwaldschule Aue nahm als einzige Schule aus Karlsruhe teil. 1996 wurde eine thermische Solaranlage installiert. Die Schule erwarb eine Wetterstation zur Durchführung von Messreihen und Analysen. Schülerinnen und Schüler veranstalteten einen Tag der offenen Tür, an dem das Schulprojekt vorgestellt wurde. Es folgten Teilnahmen an Öko-Messen, jährliche Umwelttage, Vor- stellung des Energiekonzeptes, schulinternes Müllkonzept, Seminar „Ökologisches Bauen mit Ein- satz regenerativer Energien“, Vortrag von Dr. Franz Alt („Das ökologische Wirtschaftswunder“), Gestaltung eines Biotops, Kauf eines Anteils am Karlsruher Sonnendach vom Geld aus der Ein- sparvergütung, Modellschule im Klimanet, Installation einer Photovoltaikanlage und eines Windra- des sowie weitere Umweltaktivitäten. Die Schule wurde 2002 zum Nachfolgeprojekt „Visualisie- rung des Energieverbrauchs in der Schule“ zugelassen. Bis heute finden an der Oberwaldschule immer wieder Umweltprojekte statt, die eine nachhaltige Umwelterziehung zum Ziel haben. Zu b) Welche allgemeinen Erfahrungen wurden bisher gewonnen und welche Konsequenzen dar- aus gezogen? Die Umweltaktivitäten an der Oberwaldschule Aue zeigen, dass es sich sowohl für die Umwelt, die Umwelterziehung der Schülerinnen und Schüler als auch für den städtischen Haushalt lohnt, wenn Schulen sich dauerhaft an derartigen Aktionen beteiligen. Als Konsequenz werden die Karlsruher Schulen zur Durchführung von Umweltaktivitäten ermuntert. Sie erhalten Unterstützung seitens des städtischen Energiemanagements bei der Visualisierung der Energieverbräuche, durch Hin- weise für einen bewussteren Umgang mit Energie und Wasser, bei der Durchführung von Ökoau- dits. Mitarbeiter des städtischen Energiemanagements führen Gespräche mit Schulleitungen und den Energiebeauftragten. Zusammen mit den Nutzern und den zuständigen Fachleuten der Ge- bäudewirtschaft wird der Betrieb von Anlagen optimiert und somit der erforderliche Energieeinsatz in den Schulen verringert. Zu c) Welche Energiekosten konnten an den jeweiligen Schulen konkret eingespart werden? Welche weiteren Potenziale sind vorhanden? In der Oberwaldschule Aue konnten in den drei Projektjahren 3.800 Euro Energiekosten einge- spart werden. Langfristig ist an den Karlsruher Schulen im Idealfall ein Einsparpotential von bis zu 30 % denkbar, das durch eine Kombination aus Sensibilisierung und Information der Gebäude- nutzer sowie durch bauliche und technische Verbesserungen am Gebäude erschlossen werden könnte. Seite 2 von 2 Zu d) Werden auch die Hausmeister der Schulen speziell geschult bzw. sind sie in die Projekte einbezogen? Welche Erfahrungen wurden insofern gemacht? Die Hausmeister spielen eine zentrale Rolle, wenn es ums Energiesparen an Schulen geht. So auch in dem konkreten Projekt „Klimafreundliche und energiesparende Schule“ an der Oberwald- schule Aue. 2. Städtisches Energiemanagement Zu a) Welche Schulen sind an der Pilotphase des EinSparProjekts beteiligt? Haben bereits weite- re Schulen Interesse an dem Programm angemeldet? An der Pilotphase des EinSparProjektes sind in Absprache mit der Kämmerei die Grundschule Wolfartsweier, die Hebelschule, die gewerblichen Schulen Carl-Engler-Schule und Carl-Benz- Schule beteiligt. In vielen Gesprächen wurde seitens der Schulleitungen immer wieder Interesse am EinSparProjekt geäußert. Mit dem Schul- und Sportamt und der Kämmerei wurde vereinbart, nach Ende der Pilotphase des EinSparProjekts im Mai 2007 das weitere Vorgehen gemeinsam zu beraten und Konzepte für eine Ausweitung in den entsprechenden Ausschüssen vorzustellen. Das Bürgermeisteramt geht davon aus, dass die Nachfrage der Schulen nach einer Beteiligung erheb- lich zunehmen wird. Zu b) Was ist der aktuelle Stand der Gespräche mit den einzelnen Schulleitern? Es wurden bereits Gespräche mit interessierten Schulleitungen geführt. Gemeinsam soll darin nach Wegen gesucht werden, wie der Energieverbrauch der jeweiligen Schule u. a. durch eine Veränderung des Nutzerverhaltens gesenkt werden kann. Die bisherige Erfahrung zeigt reges Interesse. Der unabdingbare Zeitaufwand, der auch von den Schulen aufgewendet werden muss, lässt sich am besten in Form von Projekten an den Schulen auffangen. Zu c) Welche Erkenntnisse ergeben sich aus den halbjährlichen Informationen zum Energie- und Wasserverbrauch? Die halbjährlichen Informationen zum Energie- und Wasserverbrauch tragen sehr zu einer Trans- parenz von Verbrauch und Kosten bei. Durch Aushang der Informationen an den Schulen erfolgt eine Sensibilisierung der Gebäudenutzer. Sie setzen sich mit dem Energieverbrauch der Schule auseinander. Die angegebenen Kosten geben eine bessere Vorstellung über den Wert von Ener- gie. Diese Informationen sind in einem Gesamtkontext mit konkreten Maßnahmen an den Schulen zu sehen. Beides zusammen hat einen wesentlichen Anteil an den Einsparerfolgen der letzten Jahre, wie sie im Energiebericht 2005 dargestellt sind. Zu d) Inwiefern bezieht die Stadt hier insgesamt die jeweiligen Hausmeister ein? Die Hausmeister sind die Energiebeauftragten vor Ort. Sie leiten die Verbrauchsinformationen an die Schulleitungen weiter. Auf diesem Wege wird eine konstruktive Zusammenarbeit gefördert. Die Hausmeister stehen in regelmäßigem Kontakt mit dem städtischen Energiemanagement. In Ge- sprächen werden Ursachen für einen hohen bzw. überhöhten Energieverbrauch erörtert und - wenn möglich - beseitigt. In jährlich stattfindenden Hausmeistertreffs werden individuelle und allgemeine Energiethemen besprochen und Tipps untereinander ausgetauscht bzw. weitergege- ben.
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ANFRAGE Stadtrat Wolfram Jäger (CDU) Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) vom: 27.12.2006 eingegangen: 08.012007 Gremium: 33. Plenarsitzung des Gemein- derates Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 27.02.2007 957 23 öffentlich Dez. 4 Energiesparende Schulen Stellungnahme des Bürgermeisteramtes 1. Aktion „Klimafreundliche und energiesparende Schule“ Zu a) Welche Schulen in Karlsruhe beteiligen sich an der Aktion „Klimafreundliche und energiesparende Schule“? Welche konkreten Projekte wurden in den Schulen jeweils um- gesetzt? Die Oberwaldschule Aue nahm als einzige Schule aus Karlsruhe teil. 1996 wurde eine thermische Solaranlage installiert. Die Schule erwarb eine Wetterstation zur Durchführung von Messreihen und Analysen. Schülerinnen und Schüler veranstalteten einen Tag der offenen Tür, an dem das Schulprojekt vorgestellt wurde. Es folgten Teilnahmen an Öko-Messen, jährliche Umwelttage, Vor- stellung des Energiekonzeptes, schulinternes Müllkonzept, Seminar „Ökologisches Bauen mit Ein- satz regenerativer Energien“, Vortrag von Dr. Franz Alt („Das ökologische Wirtschaftswunder“), Gestaltung eines Biotops, Kauf eines Anteils am Karlsruher Sonnendach vom Geld aus der Ein- sparvergütung, Modellschule im Klimanet, Installation einer Photovoltaikanlage und eines Windra- des sowie weitere Umweltaktivitäten. Die Schule wurde 2002 zum Nachfolgeprojekt „Visualisie- rung des Energieverbrauchs in der Schule“ zugelassen. Bis heute finden an der Oberwaldschule immer wieder Umweltprojekte statt, die eine nachhaltige Umwelterziehung zum Ziel haben. Zu b) Welche allgemeinen Erfahrungen wurden bisher gewonnen und welche Konsequenzen dar- aus gezogen? Die Umweltaktivitäten an der Oberwaldschule Aue zeigen, dass es sich sowohl für die Umwelt, die Umwelterziehung der Schülerinnen und Schüler als auch für den städtischen Haushalt lohnt, wenn Schulen sich dauerhaft an derartigen Aktionen beteiligen. Als Konsequenz werden die Karlsruher Schulen zur Durchführung von Umweltaktivitäten ermuntert. Sie erhalten Unterstützung seitens des städtischen Energiemanagements bei der Visualisierung der Energieverbräuche, durch Hin- weise für einen bewussteren Umgang mit Energie und Wasser, bei der Durchführung von Ökoau- dits. Mitarbeiter des städtischen Energiemanagements führen Gespräche mit Schulleitungen und den Energiebeauftragten. Zusammen mit den Nutzern und den zuständigen Fachleuten der Ge- bäudewirtschaft wird der Betrieb von Anlagen optimiert und somit der erforderliche Energieeinsatz in den Schulen verringert. Zu c) Welche Energiekosten konnten an den jeweiligen Schulen konkret eingespart werden? Welche weiteren Potenziale sind vorhanden? In der Oberwaldschule Aue konnten in den drei Projektjahren 3.800 Euro Energiekosten einge- spart werden. Langfristig ist an den Karlsruher Schulen im Idealfall ein Einsparpotential von bis zu 30 % denkbar, das durch eine Kombination aus Sensibilisierung und Information der Gebäude- nutzer sowie durch bauliche und technische Verbesserungen am Gebäude erschlossen werden könnte. Seite 2 von 2 Zu d) Werden auch die Hausmeister der Schulen speziell geschult bzw. sind sie in die Projekte einbezogen? Welche Erfahrungen wurden insofern gemacht? Die Hausmeister spielen eine zentrale Rolle, wenn es ums Energiesparen an Schulen geht. So auch in dem konkreten Projekt „Klimafreundliche und energiesparende Schule“ an der Oberwald- schule Aue. 2. Städtisches Energiemanagement Zu a) Welche Schulen sind an der Pilotphase des EinSparProjekts beteiligt? Haben bereits weite- re Schulen Interesse an dem Programm angemeldet? An der Pilotphase des EinSparProjektes sind in Absprache mit der Kämmerei die Grundschule Wolfartsweier, die Hebelschule, die gewerblichen Schulen Carl-Engler-Schule und Carl-Benz- Schule beteiligt. In vielen Gesprächen wurde seitens der Schulleitungen immer wieder Interesse am EinSparProjekt geäußert. Mit dem Schul- und Sportamt und der Kämmerei wurde vereinbart, nach Ende der Pilotphase des EinSparProjekts im Mai 2007 das weitere Vorgehen gemeinsam zu beraten und Konzepte für eine Ausweitung in den entsprechenden Ausschüssen vorzustellen. Das Bürgermeisteramt geht davon aus, dass die Nachfrage der Schulen nach einer Beteiligung erheb- lich zunehmen wird. Zu b) Was ist der aktuelle Stand der Gespräche mit den einzelnen Schulleitern? Es wurden bereits Gespräche mit interessierten Schulleitungen geführt. Gemeinsam soll darin nach Wegen gesucht werden, wie der Energieverbrauch der jeweiligen Schule u. a. durch eine Veränderung des Nutzerverhaltens gesenkt werden kann. Die bisherige Erfahrung zeigt reges Interesse. Der unabdingbare Zeitaufwand, der auch von den Schulen aufgewendet werden muss, lässt sich am besten in Form von Projekten an den Schulen auffangen. Zu c) Welche Erkenntnisse ergeben sich aus den halbjährlichen Informationen zum Energie- und Wasserverbrauch? Die halbjährlichen Informationen zum Energie- und Wasserverbrauch tragen sehr zu einer Trans- parenz von Verbrauch und Kosten bei. Durch Aushang der Informationen an den Schulen erfolgt eine Sensibilisierung der Gebäudenutzer. Sie setzen sich mit dem Energieverbrauch der Schule auseinander. Die angegebenen Kosten geben eine bessere Vorstellung über den Wert von Ener- gie. Diese Informationen sind in einem Gesamtkontext mit konkreten Maßnahmen an den Schulen zu sehen. Beides zusammen hat einen wesentlichen Anteil an den Einsparerfolgen der letzten Jahre, wie sie im Energiebericht 2005 dargestellt sind. Zu d) Inwiefern bezieht die Stadt hier insgesamt die jeweiligen Hausmeister ein? Die Hausmeister sind die Energiebeauftragten vor Ort. Sie leiten die Verbrauchsinformationen an die Schulleitungen weiter. Auf diesem Wege wird eine konstruktive Zusammenarbeit gefördert. Die Hausmeister stehen in regelmäßigem Kontakt mit dem städtischen Energiemanagement. In Ge- sprächen werden Ursachen für einen hohen bzw. überhöhten Energieverbrauch erörtert und - wenn möglich - beseitigt. In jährlich stattfindenden Hausmeistertreffs werden individuelle und allgemeine Energiethemen besprochen und Tipps untereinander ausgetauscht bzw. weitergege- ben.
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33. ÖFFENTLICHE PLENARSITZUNG DES GEMEINDERATES AM 27. FEBRUAR 2007 Vorlage Nr. 957 ANFRAGE Zu TOP 23 ------------------------------------------ A N F R A G E des Stadtrats Wolfram Jäger und der Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) sowie der CDU-Gemeinderatsfraktion vom 27. Dezember 2006 Energiesparende Schulen Aktion “Klimafreundliche und energiesparende Schule” Welche Schulen in Karlsruhe beteiligen sich an der Aktion “Klimafreundliche und energiesparende Schule”? Welche konkreten Projekte wurden in den Schulen jeweils umgesetzt? Welche allgemeinen Erfahrungen wurden bisher gewonnen und welche Konsequenzen daraus gezogen? Welche Energiekosten konnten an den jeweiligen Schulen konkret eingespart werden? Welche weiteren Potenziale sind vorhanden? Werden auch die Hausmeister der Schulen speziell geschult bzw. sind sie in die Projekte einbezogen? Welche Erfahrungen wurden insofern gemacht? Städtisches Energiemanagement Welche Schulen sind an der Pilotphase des EinSparProjekts beteiligt? Haben bereits weitere Schulen Interesse an dem Programm angemeldet? Was ist der aktuelle Stand der Gespräche mit den einzelnen Schulleitern? Welche Erkenntnisse ergeben sich aus den halbjährlichen Informationen zum Energie- und Wasserverbrauch? Inwiefern bezieht die Stadt hier insgesamt die jeweiligen Hausmeister ein? Sachverhalt / Begründung: Im Jahr 1995 initiierte das Land Baden-Württemberg die Aktion “Klimafreundliche und energiesparende Schule”. Ziel ist es, die Schulen bei der Umsetzung der komplexen Klimaschutzthematik zu unterstützen. Klimaschutzmaßnahmen sollen dabei nicht nur theoretisch besprochen, sondern praktisch und konkret im eigenen Schulgebäude entwickelt und verwirklicht werden. Der Klimaschutz ist ein zentrales Handlungsfeld, in dessen Rahmen auch das wichtige Thema der Nachhaltigkeit anschaulich dargestellt und behandelt werden kann. Fragen nach dem Verantwortungsbewusstsein und solidarischen Verhalten gegenüber nachfolgenden Generationen spielen in diesem Zusammenhang ebenfalls eine Rolle. Es ist unerlässlich, dass der Gedanke des Klimaschutzes in unserer Gesellschaft dauerhaft verankert wird; die Schule kann hier entscheidende Grundlagen vermitteln. Aus dem Energiebericht 2005 der Stadt Karlsruhe ergibt sich, dass im Mai 2004 die Pilotphase eines EinSparProjektes mit drei Schulen gestartet wurde. An den dabei erzielten Verbrauchseinsparungen werden die Schulen finanziell beteiligt. Darüber hinaus erhalten alle Karlsruher Schulen seit der Heizperiode 2002/2003 halbjährliche Informationen zu ihrem Energie- und Wasserverbrauch. Zudem finden Gespräche mit den einzelnen Schulleitungen statt; individuelle Energiesparkonzepte sollen in der Folge erarbeitet werden. gez. Wolfram Jäger gez. Gabriele Luczak-Schwarz Hauptamt - Sitzungsdienste - 9. Februar 2007