Antrag KAL: Drais-Programm
| Vorlage: | 17548 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 12.02.2007 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
ANTRAG KAL-Gemeinderatsfraktion vom: 15.01.2007 eingegangen: 15.01.2007 Gremium: 33. Plenarsitzung des Gemeinderates Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 27.02.2007 946 12 öffentlich Dez. 5 Drais-Programm Stellungnahme des Bürgermeisteramtes - Kurzfassung - Der Vorschlag eines „Drais-Programms“ berührt zugleich ein Thema , das auch ei- nen zentralen Punkt bei der geplanten Neukonzeption der Karlsruher Museumsland- schaft bildet und sollte in diesem Zusammenhang diskutiert werden. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Gesamtaufwand der Maßnahmen wird durch die geplante Machbarkeitsstudie ermittelt. Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 von 3 Zu 1.) Im Auftrag der Stadt hat die renommierte Schweizer Firma Steiner Sarnen bis Januar 2007 ein Gutachten erstellt, dass sich mit der strukturellen Neuordnung der kulturhistorischen Museen in Karlsruhe befasst. Kernelement dieser Studie ist ein Stadtmuseum der neuen Generation mit stark er- weitertem Aufgabenspektrum. Über stadtgeschichtliche Erlebniswelten sollen die Bürgerinnen und Bürger Identifikation in und mit ihrer Kommune erfahren. Das wich- tige Thema „Mobilität“ spielt dabei als eine von drei Säulen - die weiteren sind „Recht“ und „Forschung“ - eine tragende Rolle. Die Würdigung von Karl Drais im Rahmen eines solchen stadthistorischen Erlebnismuseums ist von herausragender konzeptioneller Bedeutung, nicht nur was seine geniale verkehrstechnische Leistung betrifft. Das Stadtmarketing befasst sich derzeit ebenfalls mit dem angesprochenen The- menkomplex. Ein Zusammenwirken aller öffentlichen und privaten Kräfte ist sinnvoll und beabsichtigt. Die Anträge aus dem vorliegenden Antrag sollten im Zusammenhang und unter dem Dach einer stadtmusealen Neuorientierung diskutiert und realisiert werden. Zu 2. und 3.) Nach dem Kenntnisstand der Stadtverwaltung gibt es in diesem Zu- sammenhang bereits folgende Veranstaltungen: 1. Seit 2002 gibt es in Karlsruhe wieder einen Draisinen-Wettbewerb im Bereich des Rathauses bzw. des Friedrichsplatzes unter Beteiligung der Bürgervereine. 2. Ebenso veranstaltet die RSG-Karlsruhe jährlich das Traditionsrennen „Rund um die Draisschule“ mit Amateur-, Jugend- und Schülerrennen sowie einem Draisi- nenrennen als Einlagewettbewerb. 3. Unter dem Namen „Drais-Cup“ richtet der Radsportkreis Karlsruhe jährlich einen Kunstradwettbewerb aus. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 von 3 4. Ab August 2007 findet in Karlsruhe der „Karlsruher Messe Grand-Prix“ für Profis statt. Im Rahmenprogramm finden Schüler-, Jugend-, Frauen- und Amateurren- nen statt. Ein Hochradrennen ist darüber hinaus geplant. Aufgrund dieser Sachlage rät die Stadtverwaltung von weiteren Veranstaltungen ab.
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ANTRAG KAL-Gemeinderatsfraktion vom: 15.01.2007 eingegangen: 15.01.2007 Gremium: 33. Plenarsitzung des Gemeinderates Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 27.02.2007 946 12 öffentlich Dez. 5 Drais-Programm Stellungnahme des Bürgermeisteramtes - Kurzfassung - Der Vorschlag eines „Drais-Programms“ berührt zugleich ein Thema , das auch ei- nen zentralen Punkt bei der geplanten Neukonzeption der Karlsruher Museumsland- schaft bildet und sollte in diesem Zusammenhang diskutiert werden. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Gesamtaufwand der Maßnahmen wird durch die geplante Machbarkeitsstudie ermittelt. Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 von 3 Zu 1.) Im Auftrag der Stadt hat die renommierte Schweizer Firma Steiner Sarnen bis Januar 2007 ein Gutachten erstellt, dass sich mit der strukturellen Neuordnung der kulturhistorischen Museen in Karlsruhe befasst. Kernelement dieser Studie ist ein Stadtmuseum der neuen Generation mit stark er- weitertem Aufgabenspektrum. Über stadtgeschichtliche Erlebniswelten sollen die Bürgerinnen und Bürger Identifikation in und mit ihrer Kommune erfahren. Das wich- tige Thema „Mobilität“ spielt dabei als eine von drei Säulen - die weiteren sind „Recht“ und „Forschung“ - eine tragende Rolle. Die Würdigung von Karl Drais im Rahmen eines solchen stadthistorischen Erlebnismuseums ist von herausragender konzeptioneller Bedeutung, nicht nur was seine geniale verkehrstechnische Leistung betrifft. Das Stadtmarketing befasst sich derzeit ebenfalls mit dem angesprochenen The- menkomplex. Ein Zusammenwirken aller öffentlichen und privaten Kräfte ist sinnvoll und beabsichtigt. Die Anträge aus dem vorliegenden Antrag sollten im Zusammenhang und unter dem Dach einer stadtmusealen Neuorientierung diskutiert und realisiert werden. Zu 2. und 3.) Nach dem Kenntnisstand der Stadtverwaltung gibt es in diesem Zu- sammenhang bereits folgende Veranstaltungen: 1. Seit 2002 gibt es in Karlsruhe wieder einen Draisinen-Wettbewerb im Bereich des Rathauses bzw. des Friedrichsplatzes unter Beteiligung der Bürgervereine. 2. Ebenso veranstaltet die RSG-Karlsruhe jährlich das Traditionsrennen „Rund um die Draisschule“ mit Amateur-, Jugend- und Schülerrennen sowie einem Draisi- nenrennen als Einlagewettbewerb. 3. Unter dem Namen „Drais-Cup“ richtet der Radsportkreis Karlsruhe jährlich einen Kunstradwettbewerb aus. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 von 3 4. Ab August 2007 findet in Karlsruhe der „Karlsruher Messe Grand-Prix“ für Profis statt. Im Rahmenprogramm finden Schüler-, Jugend-, Frauen- und Amateurren- nen statt. Ein Hochradrennen ist darüber hinaus geplant. Aufgrund dieser Sachlage rät die Stadtverwaltung von weiteren Veranstaltungen ab.
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33. ÖFFENTLICHE PLENARSITZUNG DES GEMEINDERATES AM 27. FEBRUAR 2007 Vorlage Nr. 946 ANTRAG Zu TOP 12 ------------------------------------------ A N T R A G der Stadträte Lüppo Cramer und Dr. Eberhard Fischer (KAL) sowie der KAL-Gemeinderatsfraktion vom 15. Januar 2007 Drais-Programm Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung, ein “Drais-Programm” auf den Weg zu bringen. Bausteine dieses Programms sind in der Begründung zum Antrag beschrieben. Zur Vertiefung der Überlegungen schlagen wir vor, den Antrag in die zuständigen Ausschüsse (z. B. Sport- und Kulturausschuss) zu überweisen und das Stadtmarketing an dem Konzept zu beteiligen. Sachverhalt / Begründung: Der Name Karl Drais taucht regelmäßig in öffentlichen Verlautbarungen auf, wenn von den Laufrädern “Draisinen” die Rede ist. Draisinen dienten und dienen als Geschenk (etwa an Francois Mitterand beim deutsch-französischen Gipfel im Jahre 1986), als Ausstellungsstücke bei bestimmten Anlässen oder als Fahrgerät bei Draisinen-Rennen. Daneben hat Karl Drais weitere Nutzgegenstände erfunden. Ausgerichtet vom ehemaligen Radsportverein “Freiherr von Drais Karlsruhe” (aufgegangen in der heutigen RSG Karlsruhe) fanden in früheren Jahren Radrennen beim Schlossplatz statt. Bereits seit 2002 finden bekanntlich so genannte Draisinen-Rennen statt, u. a. als Wettbewerb unter den Bürgervereinen und prominenten Startern aus Politik, Sport und Wirtschaft. Daneben ist in Karlsruhe eine Schule nach ihm benannt, ebenso eine Straße. Karl Drais ist ein Sohn dieser Stadt, der aber bis heute nicht den gebührenden Platz einnimmt. In Karlsruhe ist Drais geboren und mittellos 1851 gestorben. Seine sterblichen Überreste ließ der deutsche Radfahrbund 1891 nach Karlsruhe auf den Hauptfriedhof überführen, wo auch ein repräsentatives Grabmal errichtet ist. Der damalige OB Schnetzler hat mit dem Gemeinderat das Denkmal eingeweiht. Karl Drais war überzeugter Demokrat. Diese Überzeugung bekundete er auch öffentlich, was ihm nicht nur Freunde einbrachte. Karlsruhe kann somit in mehrfacher Hinsicht stolz auf seinen Sohn sein. Dieser Persönlichkeit sollte in besonderer Weise gewürdigt werden. Die Karlsruher Liste denkt zunächst an 3 Eckpunkte: Einrichtung eines kompakten “Drais-Museums” zum Beispiel innerhalb des bestehenden Verkehrsmuseums oder eines zukünftigen “Mobilitätsmuseums”, das sich seinem Leben und Werk mit seinen weiteren Erfindungen widmet. Schwerpunkt sollte das Laufrad sein, aber auch Entwicklungen wie Klavierrekorder und Tastenschreibmaschine gehören in die Präsentation. Verfügbare Filme und Literatur über Karl Drais runden das Angebot im Museum ab. Anlässlich des 200. Geburtstages des Freiherrn von Drais fand 1985 im Prinz-Max-Palais eine Ausstellung statt, in der das Leben und Wirken vom ihm ausführlich dargestellt wurde. Nachbildungen seiner Erfindungen – u. a. die Tastenschreibmaschine – waren zu sehen. Ein Grundstock zu einem Museum wäre also vorhanden. Ein “Karl-Drais-Memorial-Rennen” ist in Karlsruhe wieder zu etablieren. Das Rennen könnte rund um das Schloss führen. Schwerpunkt wäre ein Nachwuchs- bzw. Bambini-Rennen; dazu VIP-Wettkämpfe auf “Draisinen” oder ein Jedermann- Rennen auf Fahrrädern. Bei der Fortsetzung der bisherigen Radsportevents in Karlsruhe könnten Nachwuchsrennen und sonstige Wettkämpfe im Rahmenprogramm stattfinden. In der Draisschule wird alle 2 Jahre ein unter Schulen ausgeschriebener Preis vergeben für innovative Ideen und die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Fortbewegung. Der Kulturausschuss lobt jeweils den Preis aus, legt die Themen fest, z.B. aus den Bereichen Wissenschaft und Technik, aber auch Malerei, bildende Kunst, Film, Theater, Musik. Bis zum Jahre 2010 erscheint eine Umsetzung denkbar. Dann jährt sich der Geburtstag des Fahrradpioniers zum 225. Mal. gez. Lüppo Cramer gez. Dr. Eberhard Fischer Hauptamt - Sitzungsdienste - 9. Februar 2007