Anfrage CDU: Bildungshäuser
| Vorlage: | 17506 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 24.01.2007 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Südstadt |
Beratungen
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
ANFRAGE CDU-Gemeinderatsfraktion vom: 18.12.2006 eingegangen: 19.12.2006 Gremium: Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 23.01.2007 öffentlich Dez. 3 Bildungshäuser Stellungnahme des Bürgermeisteramtes 1. Welche Erfahrungen hat die Stadt Ulm mit ihren Modellversuchen zum Bildungshaus gemacht? In Ulm sind drei methodisch unterschiedliche Kooperationsprojekte „Kindergarten Grundschu- le“ derzeit in Erprobung. Das Projekt 3 „Projekt 3 bis 10 – Kindergarten und Grundschule eine Institution, ein Modell- projekt im Ulmer Süden“ ist in der Presse mit dem Begriff „Bildungshaus“ thematisiert. Das Projekt 3 hat die Zielgruppe Kinder von 3 bis 10 Jahren (Beginn Kindergartenzeit – Ende Grundschulzeit). Das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen der Uni Ulm (ZNL) führt gemeinsam mit der städtischen Kindertageseinrichtung Gögglingen und der Grundschule Gögglingen sowie dem städtischen Kindergarten Lindauerstraße 1 und der Re- genbogen-Grundschule/Wiblingen ein Projekt durch, das unabhängig von den räumlich ge- trennten Bildungsinstitutionen und inhaltlich unterschiedlichen Lernkulturen in Kindergarten und Grundschule die Bildungs- und Entwicklungsbiographie des Kindes im Zeitraum von 3 bis 10 Jahren in den Blickpunkt nimmt. Die kooperierenden Grundschulen und Kindergärten haben bereits Anfang 2006 begonnen, ihre Planungen und Maßnahmen, regelmäßige Kindergarten- und Schulbesuche, und ge- meinsame Projekte von Grundschullehrerinnen und Erzieherinnen, aufeinander abzustellen. Erfahrungswerte liegen noch nicht vor. 2. Gibt es in anderen Städten ähnliche Versuche? Zu welchen Ergebnissen kommen die- se? Nach Informationen vom Jugendamt der Stadt Ulm gibt es in Bad Wurzach einen weiteren Standort zu dem Projekt „3 bis 10“. Nähere Informationen liegen noch nicht vor. 3. Wäre es denkbar, in Karlsruhe vergleichbare Projekte durchzuführen? Welche Kinder- gärten und Schulen könnten hierfür in Betracht kommen? Könnte möglicherweise die neue Schule in der östlichen Südstadt Modellschule werden? Welche Kosten würden für entsprechende Projekte entstehen? Grundsätzlich wäre anzustreben, ein Kooperationsmodell „Kindergarten Grundschule“ analog dem Ulmer Projekt „3 bis 10 – Kindergarten und Grundschule eine Institution“ zu installieren. Die notwendigen Rahmenbedingungen müssten mit allen Beteiligten (Staatliches Schulamt, Schul- und Sportamt der Stadt Karlsruhe, Träger der Kindertageseinrichtungen) erstellt wer- den. Seite 2 von 2 Generell bestehen in Karlsruhe Kooperationen zwischen den Grundschulen und den jeweils umliegenden Tageseinrichtungen für Kinder. Seit dem so genannten Kooperationserlass des Landes findet diese Kooperation verbindlich und verlässlich statt.
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ANFRAGE CDU-Gemeinderatsfraktion vom: 18.12.2006 eingegangen: 19.12.2006 Gremium: Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 23.01.2007 öffentlich Dez. 3 Bildungshäuser Stellungnahme des Bürgermeisteramtes 1. Welche Erfahrungen hat die Stadt Ulm mit ihren Modellversuchen zum Bildungshaus gemacht? In Ulm sind drei methodisch unterschiedliche Kooperationsprojekte „Kindergarten Grundschu- le“ derzeit in Erprobung. Das Projekt 3 „Projekt 3 bis 10 – Kindergarten und Grundschule eine Institution, ein Modell- projekt im Ulmer Süden“ ist in der Presse mit dem Begriff „Bildungshaus“ thematisiert. Das Projekt 3 hat die Zielgruppe Kinder von 3 bis 10 Jahren (Beginn Kindergartenzeit – Ende Grundschulzeit). Das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen der Uni Ulm (ZNL) führt gemeinsam mit der städtischen Kindertageseinrichtung Gögglingen und der Grundschule Gögglingen sowie dem städtischen Kindergarten Lindauerstraße 1 und der Re- genbogen-Grundschule/Wiblingen ein Projekt durch, das unabhängig von den räumlich ge- trennten Bildungsinstitutionen und inhaltlich unterschiedlichen Lernkulturen in Kindergarten und Grundschule die Bildungs- und Entwicklungsbiographie des Kindes im Zeitraum von 3 bis 10 Jahren in den Blickpunkt nimmt. Die kooperierenden Grundschulen und Kindergärten haben bereits Anfang 2006 begonnen, ihre Planungen und Maßnahmen, regelmäßige Kindergarten- und Schulbesuche, und ge- meinsame Projekte von Grundschullehrerinnen und Erzieherinnen, aufeinander abzustellen. Erfahrungswerte liegen noch nicht vor. 2. Gibt es in anderen Städten ähnliche Versuche? Zu welchen Ergebnissen kommen die- se? Nach Informationen vom Jugendamt der Stadt Ulm gibt es in Bad Wurzach einen weiteren Standort zu dem Projekt „3 bis 10“. Nähere Informationen liegen noch nicht vor. 3. Wäre es denkbar, in Karlsruhe vergleichbare Projekte durchzuführen? Welche Kinder- gärten und Schulen könnten hierfür in Betracht kommen? Könnte möglicherweise die neue Schule in der östlichen Südstadt Modellschule werden? Welche Kosten würden für entsprechende Projekte entstehen? Grundsätzlich wäre anzustreben, ein Kooperationsmodell „Kindergarten Grundschule“ analog dem Ulmer Projekt „3 bis 10 – Kindergarten und Grundschule eine Institution“ zu installieren. Die notwendigen Rahmenbedingungen müssten mit allen Beteiligten (Staatliches Schulamt, Schul- und Sportamt der Stadt Karlsruhe, Träger der Kindertageseinrichtungen) erstellt wer- den. Seite 2 von 2 Generell bestehen in Karlsruhe Kooperationen zwischen den Grundschulen und den jeweils umliegenden Tageseinrichtungen für Kinder. Seit dem so genannten Kooperationserlass des Landes findet diese Kooperation verbindlich und verlässlich statt.
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32. ÖFFENTLICHE PLENARSITZUNG DES GEMEINDERATES AM 23. JANUAR 2007 Vorlage Nr. 926 ANFRAGE Zu TOP 31 ------------------------------------------ A N F R A G E der Stadträte Wolfram Jäger und Detlef Hofmann, der Stadträtinnen Marianne Krug und Christiane Staab (CDU) sowie der CDU-Gemeinderatsfraktion vom 18. Dezember 2006 Bildungshäuser Welche Erfahrungen hat die Stadt Ulm mit ihren Modellversuchen zum Bildungshaus gemacht? Gibt es in anderen Städten ähnliche Versuche? Zu welchen Ergebnissen kommen diese? Wäre es denkbar, in Karlsruhe vergleichbare Projekte durchzuführen? Welche Kindergärten und Schulen könnten hierfür in Betracht kommen? Könnte möglicherweise die neue Schule in der östlichen Südstadt Modellschule werden? Welche Kosten würden für entsprechende Projekte entstehen? Sachverhalt/Begründung: Die ersten Lebensjahre eines Kindes sind eine sehr lernintensive Zeit. Die Stärkung frühkindlicher Bildung und Erziehung ist letztlich die Voraussetzung dafür, dass Bildungschancen gerecht verteilt werden, eine stärkere Unabhängigkeit von sozialer Herkunft und sozialem Umfeld gewährleistet ist und besondere Begabungen frühzeitig erkannt und altersgerecht gefördert werden können. Der Ausbau der frühkindlichen Bildung ist daher für die CDU- Fraktion sehr wichtig. Der baden-württembergische Städtetagspräsident Ivo Gönner, zugleich Oberbürgermeister von Ulm, hat erneut die Idee eines so genannten Bildungshauses in die Diskussion eingebracht. Dieses bringt einen fließenden Übergang von Kindergarten und Schule mit sich und umfasst verschiedene Bildungsphasen und -zeiten; feste Klasseneinteilungen sind nicht mehr vorgegeben. Die Stadt Ulm erprobt in Modellversuchen diese enge Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Schule. Die CDU-Fraktion regt zudem an, das Thema in den nächstmöglichen Sitzungen von Jugendhilfeausschuss und Schulbeirat zu beraten. gez. Wolfram Jäger gez. Detlef Hofmann gez. Marianne Krug gez. Christiane Staab Hauptamt - Sitzungsdienste - 12.01.2007