Interfrakt. Antrag GRÜNE, FDP/Aufbruch: Mehrgenerationen-Wohnprojekt
| Vorlage: | 17487 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 24.01.2007 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
ANTRAG GRÜNE-Gemeinderatsfraktion und FDP/Aufbruch-Gemeinderatsfraktion vom: 14.11.2006 eingegangen: 14.11.2006 Gremium: Plenarsitzung des Gemeinderats Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 23.01.2007 907 12 öffentlich Dez. 5 Mehrgenerationen - Wohnprojekt Stellungnahme des Bürgermeisteramtes - Kurzfassung - Die Stadtverwaltung folgt dem Antrag und wird ein entsprechendes Projekt initiieren und unterstützen. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Volkswohnung Ergänzende Erläuterungen Seite 2 von 2 In der Stadt Karlsruhe gibt es bereits mehrere erfolgreiche Baugruppenmodelle und in der Beratung erfahrene Büros. Die Stadt hat wiederholt bei der Ausschreibung von Grundstücken entsprechende Interessen berücksichtigt. Ausdrücklich altersgemischte Bau- gruppen sind bisher noch nicht an die Stadt herangetreten, wären aber grundsätzlich in je- dem dieser Modelle möglich gewesen. Aufgrund der von der Stadt im vergangenen Jahr durchgeführten Informationsveranstaltungen im Stadtbauforum und im Jubez (Senioren, junge Familien) wird nun ein größeres Interesse an dieser speziellen Ausrichtung - wie sie der Planungsausschuss in Nordrhein-Westfalen besichtigt hat - erwartet. Stadtplanungsamt und Volkswohnung erarbeiten derzeit bereits ein Projekt. Über die Ent- wicklung wird zu gegebener Zeit dem Planungsausschuss und dem Aufsichtsrat der Volks- wohnung berichtet. Baugruppeninitiativen, die sich auch altersgemischt entwickeln können, laufen derzeit im Baugebiet Nördlich des Blankenlocher Weges und im Citypark (Karlsruhe-Südost), hier fand eine Informationsveranstaltung des Stadtplanungsamtes in der Volkshochschule zum Auf- takt statt. Mit einer Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist dabei allerdings nicht mehr zu rechnen. Die dort geförderten Mehrgeneratio- nenhäuser (in Karlsruhe das Brunhilde-Baur-Haus) unterscheiden sich inhaltlich wesentlich von Baugruppenprojekten zum Mehrgenerationenwohnen.
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Extrahierter Text
ANTRAG GRÜNE-Gemeinderatsfraktion und FDP/Aufbruch-Gemeinderatsfraktion vom: 14.11.2006 eingegangen: 14.11.2006 Gremium: Plenarsitzung des Gemeinderats Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 23.01.2007 907 12 öffentlich Dez. 5 Mehrgenerationen - Wohnprojekt Stellungnahme des Bürgermeisteramtes - Kurzfassung - Die Stadtverwaltung folgt dem Antrag und wird ein entsprechendes Projekt initiieren und unterstützen. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Volkswohnung Ergänzende Erläuterungen Seite 2 von 2 In der Stadt Karlsruhe gibt es bereits mehrere erfolgreiche Baugruppenmodelle und in der Beratung erfahrene Büros. Die Stadt hat wiederholt bei der Ausschreibung von Grundstücken entsprechende Interessen berücksichtigt. Ausdrücklich altersgemischte Bau- gruppen sind bisher noch nicht an die Stadt herangetreten, wären aber grundsätzlich in je- dem dieser Modelle möglich gewesen. Aufgrund der von der Stadt im vergangenen Jahr durchgeführten Informationsveranstaltungen im Stadtbauforum und im Jubez (Senioren, junge Familien) wird nun ein größeres Interesse an dieser speziellen Ausrichtung - wie sie der Planungsausschuss in Nordrhein-Westfalen besichtigt hat - erwartet. Stadtplanungsamt und Volkswohnung erarbeiten derzeit bereits ein Projekt. Über die Ent- wicklung wird zu gegebener Zeit dem Planungsausschuss und dem Aufsichtsrat der Volks- wohnung berichtet. Baugruppeninitiativen, die sich auch altersgemischt entwickeln können, laufen derzeit im Baugebiet Nördlich des Blankenlocher Weges und im Citypark (Karlsruhe-Südost), hier fand eine Informationsveranstaltung des Stadtplanungsamtes in der Volkshochschule zum Auf- takt statt. Mit einer Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist dabei allerdings nicht mehr zu rechnen. Die dort geförderten Mehrgeneratio- nenhäuser (in Karlsruhe das Brunhilde-Baur-Haus) unterscheiden sich inhaltlich wesentlich von Baugruppenprojekten zum Mehrgenerationenwohnen.
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Extrahierter Text
32. ÖFFENTLICHE PLENARSITZUNG DES GEMEINDERATES AM 23. JANUAR 2007 Vorlage Nr. 907 ANTRAG Zu TOP 12 ------------------------------------------ I N T E R F R A K T I O N E L L E R A N T R A G des Stadtrats Klaus Stapf und der Stadträtin Anne Segor (GRÜNE) sowie der GRÜNE- Gemeinderatsfraktion, des Stadtrats Michael Obert und der Stadträtin Rita Fromm (FDP/Aufbruch) sowie der FDP/Aufbruch-Gemeinderatsfraktion vom 14. November 2006 Mehrgenerationen-Wohnprojekt Die Stadtverwaltung wird beauftragt, ein oder mehrere Grundstücke für Mehrgenerationen-Wohnprojekte auszuweisen und Initiativen, Baugruppen, Baugenossenschaften und freie Träger mit entsprechenden Konzepten zur Bewerbung um Realisierung eines solchen Projektes einzuladen. Sachverhalt/Begründung: In Karlsruhe hat sich ein Stadtbauforum und die Fahrt des Planungsausschusses nach Nordrhein-Westfalen intensiv mit dem Thema “Mehrgenerationen– Wohnprojekt” befasst. Die in Augenschein genommenen Modellprojekte in Münster und Dortmund haben in überzeugender Weise die angestrebte Interaktion zwischen den vier Lebensaltern verwirklicht. Die Art des Zusammenlebens, der juristische Rahmen, die Finanzierung, aber auch die Grundrissgestaltung und die Entscheidung für ein Gemeinschaftshaus als Zentrum des Wohnprojektes wurde jeweils in einem intensiven Beteiligungsprozess im Vorfeld der Planung geklärt. In allen bekannten Beispielen wurden solche Modellprojekte von kirchlicher oder städtischer Seite initiiert und der Beteiligungsprozess von professioneller Moderation begleitet. Dabei sind sowohl Miet- als auch Eigentumsformen möglich. Die Gemeinschaftshäuser, die von allen Bewohnern finanziert und getragen werden, können über das Wohnprojekt hinaus Dienstleistungsdrehscheibe für den ganzen Stadtteil werden, da hier für alle Lebensalter attraktive Angebote gemacht werden, die zum größten Teil auf gegenseitigen Hilfsangeboten beruhen. Hier könnte in einem zweiten Durchgang auch eine Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend möglich sein. Um ein solches Wohnmodell für Karlsruhe zu verwirklichen, sollten von der Stadt ein oder mehrere geeignete Grundstücke ausgewiesen werden. Sinnvoll wäre außerdem eine fundierte Information der Bürgerinnen und Bürger über unterschiedliche Ansätze zur Verwirklichung von Modellprojekten und die fachkundige Begleitung von evtl. zustande kommenden Baugruppen durch Moderatoren. Mehrgenerationen-Wohnprojekte in gestalterisch und ökologisch hervorragender Bauweise könnten das Profil der Stadt stärken und beispielhaft für die gesamte Region werden. gez. Klaus Stapf gez. Anne Segor gez. Michael Obert gez. Rita Fromm Hauptamt - Sitzungsdienste - 12.01.2007