Antrag GRÜNE: Kompetenzzentrum Energie

Vorlage: 17277
Art: Beschlussvorlage
Datum: 19.10.2006
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 24.10.2006

    TOP: 9

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • TOP 9
    Extrahierter Text

    ANTRAG GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom: 19.09.2006 eingegangen: 19.09.2006 Gremium: 28. Plenarsitzung des Gemeinderates Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 24.10.2006 833 9 öffentlich Dez. 2 Kompetenzzentrum Energie Stellungnahme des Bürgermeisteramtes - Kurzfassung - Das im Antrag skizzierte Kompetenzzentrum Energie ist weitgehend deckungsgleich mit bereits vorhandenen konkreten Überlegungen des Bürgermeisteramtes und der Stadtwerke zur Schaffung einer entsprechenden Einrichtung. Seit geraumer Zeit lau- fen diesbezüglich vorbereitende Arbeiten seitens der Stadtwerke, die sich mit der Konzeption einer derartigen Einrichtung befassen. Sie könnte den Namen „ZNE Zentrum für nachhaltige Energie“ tragen und in erster Linie als Netzwerkkoordinator fungieren mit dem Ziel, Karlsruhe zu einer Modellregion der nachhaltigen Energie- versorgung zu entwickeln. Der Auftrag an ein zu gründendes ZNE sollte daher in einer Bündelung der Aktivitäten im Zusammenhang mit der Bewusstseinsbildung, Verbreitung innovativer Energietechnik, Forschungsförderung und Wissenstransfer sowie Aus- und Weiterbildung bestehen. Das ZNE ist in den Folgejahren in ein von der Stadt moderiertes Forum und Netz- werk aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft einzubinden. Es ist in engem Zu- sammenhang mit der möglichen Einrichtung eines Science Centers zu sehen und wäre dann - je nach inhaltlicher Ausrichtung des Science Centers - als Keimzelle in ein solches zu integrieren. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Kann derzeit noch nicht beziffert werden. Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Ergänzende Erläuterungen: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Stadtwerke Karlsruhe GmbH Ergänzende Erläuterungen Seite 2 von 2 Als Standort käme möglicherweise das Gelände des ehemaligen Gaswerks Ost an der Schlachthausstraße in Betracht: dort bestünde evtl. die Möglichkeit, Flächen, technische Einrichtungen und ausbaufähige Räumlichkeiten für Ausstellungen oder Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen. Außerdem erscheint der Standort unter dem Aspekt der städtebaulichen Entwicklung des Umfeldes (Konversion Schlacht- hof, Kreativpark Ostaue) sehr gut geeignet. Das Bürgermeisteramt beabsichtigt, die entsprechenden Karlsruher Akteure für ein Zustandekommen dieses Projektes anzusprechen. Dabei wären die näheren Aufga- ben des ZNE und die finanzielle Ausgestaltung zu erörtern. Ein Themenkreis der Zukunftsaufgaben des ZNE wird bereits durch eine Projekt- gruppe realisiert: Mit dem „Geothermie-Zentrum Karlsruhe“ (GTZ Karlsruhe) befindet sich eine Einrich- tung im Entstehen, in der eine Reihe von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen aus Karlsruhe und der TechnologieRegion in einem engen Netz- werk zur Nutzung der Erdwärme zusammenarbeiten. Dazu gehören: • Das Karlsruhe Institute of Technology (KIT) mit den Partnern - Universität Karlsruhe (TH) und - Forschungszentrum Karlsruhe GmbH, • die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, • die HotRock GmbH, • die GeoThermal Engineering GmbH, • die Siemens AG, Niederlassung Karlsruhe, • das Fraunhofer-Institut System- und Innovationsforschung, • die Stadtwerke Karlsruhe GmbH, • die TechnologieRegion Karlsruhe GbR. Mit der Gründung des Geothermie-Zentrums Karlsruhe soll gemäß einer im August 2006 unterzeichneten Absichtserklärung die Zusammenarbeit der genannten Partner intensiviert werden und die technologische Basis für die oberflächennahe und tiefe Erdwärmenutzung maßgeblich weiterentwickelt werden. Es soll als Know-How- und Technologietransferzentrum und gemeinsame Plattform für Forschung, Wirtschaft, Politik und Bürger die Nutzung der Erdwärme fördern und dabei den Vorsprung der baden-württembergischen Einrichtungen sichern und ausbauen.

  • Vorlage TOP 09: Antrag GRÜNE: Kompetenzzentrum Energie
    Extrahierter Text

    ANTRAG GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom: 19.09.2006 eingegangen: 19.09.2006 Gremium: 28. Plenarsitzung des Gemeinderates Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 24.10.2006 833 9 öffentlich Dez. 2 Kompetenzzentrum Energie Stellungnahme des Bürgermeisteramtes - Kurzfassung - Das im Antrag skizzierte Kompetenzzentrum Energie ist weitgehend deckungsgleich mit bereits vorhandenen konkreten Überlegungen des Bürgermeisteramtes und der Stadtwerke zur Schaffung einer entsprechenden Einrichtung. Seit geraumer Zeit lau- fen diesbezüglich vorbereitende Arbeiten seitens der Stadtwerke, die sich mit der Konzeption einer derartigen Einrichtung befassen. Sie könnte den Namen „ZNE Zentrum für nachhaltige Energie“ tragen und in erster Linie als Netzwerkkoordinator fungieren mit dem Ziel, Karlsruhe zu einer Modellregion der nachhaltigen Energie- versorgung zu entwickeln. Der Auftrag an ein zu gründendes ZNE sollte daher in einer Bündelung der Aktivitäten im Zusammenhang mit der Bewusstseinsbildung, Verbreitung innovativer Energietechnik, Forschungsförderung und Wissenstransfer sowie Aus- und Weiterbildung bestehen. Das ZNE ist in den Folgejahren in ein von der Stadt moderiertes Forum und Netz- werk aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft einzubinden. Es ist in engem Zu- sammenhang mit der möglichen Einrichtung eines Science Centers zu sehen und wäre dann - je nach inhaltlicher Ausrichtung des Science Centers - als Keimzelle in ein solches zu integrieren. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Kann derzeit noch nicht beziffert werden. Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Ergänzende Erläuterungen: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Stadtwerke Karlsruhe GmbH Ergänzende Erläuterungen Seite 2 von 2 Als Standort käme möglicherweise das Gelände des ehemaligen Gaswerks Ost an der Schlachthausstraße in Betracht: dort bestünde evtl. die Möglichkeit, Flächen, technische Einrichtungen und ausbaufähige Räumlichkeiten für Ausstellungen oder Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen. Außerdem erscheint der Standort unter dem Aspekt der städtebaulichen Entwicklung des Umfeldes (Konversion Schlacht- hof, Kreativpark Ostaue) sehr gut geeignet. Das Bürgermeisteramt beabsichtigt, die entsprechenden Karlsruher Akteure für ein Zustandekommen dieses Projektes anzusprechen. Dabei wären die näheren Aufga- ben des ZNE und die finanzielle Ausgestaltung zu erörtern. Ein Themenkreis der Zukunftsaufgaben des ZNE wird bereits durch eine Projekt- gruppe realisiert: Mit dem „Geothermie-Zentrum Karlsruhe“ (GTZ Karlsruhe) befindet sich eine Einrich- tung im Entstehen, in der eine Reihe von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen aus Karlsruhe und der TechnologieRegion in einem engen Netz- werk zur Nutzung der Erdwärme zusammenarbeiten. Dazu gehören: • Das Karlsruhe Institute of Technology (KIT) mit den Partnern - Universität Karlsruhe (TH) und - Forschungszentrum Karlsruhe GmbH, • die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, • die HotRock GmbH, • die GeoThermal Engineering GmbH, • die Siemens AG, Niederlassung Karlsruhe, • das Fraunhofer-Institut System- und Innovationsforschung, • die Stadtwerke Karlsruhe GmbH, • die TechnologieRegion Karlsruhe GbR. Mit der Gründung des Geothermie-Zentrums Karlsruhe soll gemäß einer im August 2006 unterzeichneten Absichtserklärung die Zusammenarbeit der genannten Partner intensiviert werden und die technologische Basis für die oberflächennahe und tiefe Erdwärmenutzung maßgeblich weiterentwickelt werden. Es soll als Know-How- und Technologietransferzentrum und gemeinsame Plattform für Forschung, Wirtschaft, Politik und Bürger die Nutzung der Erdwärme fördern und dabei den Vorsprung der baden-württembergischen Einrichtungen sichern und ausbauen.

  • Vorlage TOP 09: Antrag GRÜNE: Kompetenzzentrum Energie
    Extrahierter Text

    28. ÖFFENTLICHE PLENARSITZUNG DES GEMEINDERATES AM 24. OKTOBER 2006 Vorlage Nr. 833 ANTRAG Zu TOP 9 ------------------------------------------ A N T R A G des Stadtrats Klaus Stapf (GRÜNE) sowie der GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 19. September 2006 Kompetenzzentrum Energie Die Verwaltung ergreift die Initiative bei der Einrichtung eines Kompetenzzentrums Energie in Karlsruhe und versucht, mögliche Partner in Karlsruhe und der Region wie Stadtwerke, EnBW, Miro, FZK, Universität, Hochschule für Technik, IHK, Handwerkskammer, Architektenkammer, Umweltverbände, Schulen, Fraunhofer ISI, KEA und andere zur Gründung zu gewinnen. Typische Aufgaben dieses Kompetenzzentrums sind (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Förderung der Nutzung von regenerativen Energien, des Energiesparens durch Verbraucherverhalten sowie entsprechender Technologien und baulicher Maßnahmen, der Verbesserung von Energieeffizienz des Energie-Contractings Akquise von Beteiligungskapital für Energieprojekte Förderung von Beteiligungsprojekten Vernetzung von Forschungsaktivitäten, Förderung von Kooperationen, Know-How-Austausch, gemeinsamer Forschungsprojekte und Technologietransfer Entwicklung innovativer Projekte z. B. Geothermie, Biomasse, Kraftwerkstechnik Beratung Verbraucherberatung zum Thema Vernetzung von Industrie, Handwerk, Planern, Endkunden und Investoren, Beratung von Investoren und Kommunen, unter anderem durch die Erstellung von Machbarkeitsstudien und Wirtschaftlichkeitsberechnungen Öffentlichkeitsarbeit Veröffentlichung von Infomaterialien Pressearbeit und Veranstaltungen, Seminaren und Workshops auch für Kinder und Jugendliche Musterobjekte, Musterausstellungen und Messen Lobbying Einsatz für gute Einspeisebedingungen Konzeption und Umsetzung von Förderprogrammen Gestaltung der regionalen Identität für das Kompetenzzentrum Energie Sachverhalt/Begründung: Energie ist eines der wichtigsten Zukunftsthemen weltweit, in Deutschland und nicht zuletzt lokal hier in Karlsruhe. Verbrauch und Bereitstellung von Energie wirkt sich aus auf unsere Umwelt wie bei Ressourcenverbrauch und CO2-Emissionen, auf unsere Wirtschaft als Betriebsmittel und bei den Arbeitsplätzen und immer mehr auch als sozialer Faktor durch die Auswirkung der sich drastisch erhöhenden Energiepreise. Eine Veränderung der Energielandschaft, eine Energiewende ist notwendig. Dabei werden Standorte profitieren, die Kompetenz bei diesem Wechsel bereitstellen können. Zum einen kann dabei der lokale Energieverbrauch durch umweltschonende Technologien und Baumaßnahmen gesenkt werden und gleichzeitig - aufgrund geringerer Emissionen - die Gesundheit der Karlsruherinnen und Karlsruher gewinnen, zum anderen gilt der Energiesektor im Bereich regenerativer Energien als stark wachsend auch bei der Entstehung von neuen Arbeitsplätzen und nicht zuletzt würde die Position Karlsruhes als Technologiestandort gestärkt. Karlsruhe hat gut aufgestellte Stadtwerke, ist Sitz eines der Energieriesen in Deutschland, der EnBW, besitzt Forschungskapazitäten auf Feldern wie Brennstoffzellentechnik, Geothermie und Energieeffizienz und beherbergt wissenschaftliche wie Beraterkompetenz durch die Universität und andere Institute und Einrichtungen. Es fehlt jedoch die Zusammenfassung und Vernetzung der verschiedenen Stärken. Ein Kompetenzzentrum Energie soll eine übergeordnete Identität schaffen, Arbeiten verbinden, Synergien nutzen, Schwerpunkte setzen, gemeinsame Ziele fokussieren und verfolgen. gez. Klaus Stapf Hauptamt - Sitzungsdienste - 13. Oktober 2006 Stellungnahme