Antrag CDU: Wärmenutzung aus Abwasser

Vorlage: 17044
Art: Beschlussvorlage
Datum: 19.06.2006
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 20.06.2006

    TOP: 12

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • TOP 12
    Extrahierter Text

    Antrag CDU-Gemeinderatsfraktion vom: 15.05.2006 eingegangen: 16.05.2006 25. Sitzung des Gemeinderates am 20.06.2006 TOP 12 Vorlage Nr. 730 Öffentlich Nichtöffentlich verantwortlich Dez. 5 Wärmenutzung aus Abwasser Stellungnahme des Bürgermeisteramtes - Kurzfassung - Die technischen Randbedingungen zur Nutzung von Wärmeenergie aus Abwasser in Karlsruhe wurden vom Tiefbauamt bereits untersucht. Bisher scheiterte eine Umsetzung an den wirt- schaftlichen Gegebenheiten. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belas- tung (Folgekosten mit kal- kulatorischen Kosten ab- zügl. Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Ergänzende Erläuterungen: Die Wärmenutzung aus Abwasser ist nicht wirtschaftlich zu betreiben. Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Sta dt Karlsruhe – Hauptamt: Stellungnahme des BMA – Antrag Fassung: JAN 2006; Intranet RHIN: Formul a re/Gemeinderat Ergänzende Erläuterungen Seite 2 von 2 Das Tiefbauamt beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren mit der Thematik Wärmegewin- nung aus Abwasseranlagen. Es wurden Gespräche mit Herstellern und Anbietern von Wär- metauschern und Abwasserwärmenutzungsanlagen (AWNA) geführt, insbesondere im Hin- blick auf den Einbau solcher Anlagen im Zuge des Neubaus von Abwassersammlern. Aus technischer Sicht sind für den Einbau von Wärmetauschern in Kanalisationsabschnitte folgende Voraussetzungen zu erfüllen: - Begehbarer Kanal; Querschnitt > DN 1000 - Mindestabfluss - Mindestgefälle - Hydraulische Leistungsfähigkeit darf nicht beeinträchtigt werden - Keine betrieblichen Behinderungen - Zugänglichkeit des betroffenen Bereiches - Die Mindesttemperatur für einen ordnungsgemäßen Betrieb der Kläranlage darf nicht un- terschritten werden. Die Aufzählung zeigt, dass für jeden konkreten Einzelfall eine Reihe von Fragen zu klären ist. Die technischen Anforderungen sind jedoch durchaus lösbar. Ein Problempunkt in Karls- ruhe ist aufgrund der vorgegebenen Topographie das geringe Gefälle in weiten Teilen des Kanalnetzes. Der entscheidende Punkt, an dem die Umsetzung zur Nutzung der Wärmeenergie aus Ab- wasser bislang scheitert, sind die wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die Preise je Kilowatt- stunde für Wärmeenergie aus Abwasser liegen deutlich über den Marktpreisen für Wärme aus anderen Versorgungssystemen. Die Anlagen sind nicht rentabel zu betreiben. Aktuelle Untersuchungen (Jahr 2005) des Institutes für Unterirdische Infrastruktur (IKT) im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen belegen dies. Das IKT kommt zu dem Schluss, dass die Nutzer derzeit Preise je Kilowattstunde bezahlen müssten, die weit über den der- zeitigen Marktpreisen für Wärmeenergie liegen. Nur durch die Gewährung staatlicher Sub- ventionen könnten die Anlagen ein Marktpotenzial entwickeln.

  • Vorlage TOP 12: Antrag CDU: Wärmenutzung aus Abwasser
    Extrahierter Text

    Antrag CDU-Gemeinderatsfraktion vom: 15.05.2006 eingegangen: 16.05.2006 25. Sitzung des Gemeinderates am 20.06.2006 TOP 12 Vorlage Nr. 730 Öffentlich Nichtöffentlich verantwortlich Dez. 5 Wärmenutzung aus Abwasser Stellungnahme des Bürgermeisteramtes - Kurzfassung - Die technischen Randbedingungen zur Nutzung von Wärmeenergie aus Abwasser in Karlsruhe wurden vom Tiefbauamt bereits untersucht. Bisher scheiterte eine Umsetzung an den wirt- schaftlichen Gegebenheiten. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belas- tung (Folgekosten mit kal- kulatorischen Kosten ab- zügl. Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Ergänzende Erläuterungen: Die Wärmenutzung aus Abwasser ist nicht wirtschaftlich zu betreiben. Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Sta dt Karlsruhe – Hauptamt: Stellungnahme des BMA – Antrag Fassung: JAN 2006; Intranet RHIN: Formul a re/Gemeinderat Ergänzende Erläuterungen Seite 2 von 2 Das Tiefbauamt beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren mit der Thematik Wärmegewin- nung aus Abwasseranlagen. Es wurden Gespräche mit Herstellern und Anbietern von Wär- metauschern und Abwasserwärmenutzungsanlagen (AWNA) geführt, insbesondere im Hin- blick auf den Einbau solcher Anlagen im Zuge des Neubaus von Abwassersammlern. Aus technischer Sicht sind für den Einbau von Wärmetauschern in Kanalisationsabschnitte folgende Voraussetzungen zu erfüllen: - Begehbarer Kanal; Querschnitt > DN 1000 - Mindestabfluss - Mindestgefälle - Hydraulische Leistungsfähigkeit darf nicht beeinträchtigt werden - Keine betrieblichen Behinderungen - Zugänglichkeit des betroffenen Bereiches - Die Mindesttemperatur für einen ordnungsgemäßen Betrieb der Kläranlage darf nicht un- terschritten werden. Die Aufzählung zeigt, dass für jeden konkreten Einzelfall eine Reihe von Fragen zu klären ist. Die technischen Anforderungen sind jedoch durchaus lösbar. Ein Problempunkt in Karls- ruhe ist aufgrund der vorgegebenen Topographie das geringe Gefälle in weiten Teilen des Kanalnetzes. Der entscheidende Punkt, an dem die Umsetzung zur Nutzung der Wärmeenergie aus Ab- wasser bislang scheitert, sind die wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die Preise je Kilowatt- stunde für Wärmeenergie aus Abwasser liegen deutlich über den Marktpreisen für Wärme aus anderen Versorgungssystemen. Die Anlagen sind nicht rentabel zu betreiben. Aktuelle Untersuchungen (Jahr 2005) des Institutes für Unterirdische Infrastruktur (IKT) im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen belegen dies. Das IKT kommt zu dem Schluss, dass die Nutzer derzeit Preise je Kilowattstunde bezahlen müssten, die weit über den der- zeitigen Marktpreisen für Wärmeenergie liegen. Nur durch die Gewährung staatlicher Sub- ventionen könnten die Anlagen ein Marktpotenzial entwickeln.

  • Vorlage TOP 12: Antrag CDU: Wärmenutzung aus Abwasser
    Extrahierter Text

    25. ÖFFENTLICHE PLENARSITZUNG DES GEMEINDERATES AM 20. JUNI 2006 Vorlage Nr. 730 ANTRAG Zu TOP 12 ------------------------------------------ A N T R A G der Stadträte Wolfram Jäger und Dr. Hans-Jürgen Vogt, der Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) sowie der CDU-Gemeinderatsfraktion vom 15. Mai 2006 Wärmenutzung aus Abwasser Die Stadtverwaltung wird gebeten, in einem ersten Schritt Potenziale abzuklären und geeignete Standorte für eine Energiegewinnung aus Abwasser in Karlsruhe zu ermitteln. in einem zweiten Schritt das Potenzial systematisch zu untersuchen und die Ergebnisse in einer Energiekarte darzustellen. in einem dritten Schritt die technische Machbarkeit und die Wirtschaftlichkeit der Energienutzung aus Abwasser an den konkreten Standorten auszuloten. über die Ergebnisse der verschiedenen Schritte den Ausschuss für Umwelt und Gesundheit regelmäßig zu informieren. Sachverhalt/Begründung: Das Abwasser in Deutschland enthält genügend Energie, um zwei bis vier Millionen Wohnungen mit Wärme zu versorgen. Besonders günstig sind die Voraussetzungen dort, wo in der Nähe von großen Abwasserkanälen oder Kläranlagen Bauten oder Quartiere mit einem hohen Heizwärmebedarf (mind. 150 kW) vorhanden sind. Dieses gewaltige Wärmepotenzial in unseren Abwasserkanälen gilt es zu nutzen. Die Technologie ist effizient. Wärmepumpen ermöglichen es, Energie aus Abwasser zurückzugewinnen und zur Raumheizung und Wärmewasserbereitung zu verwenden. Der Wärmekreislauf lässt sich auf diese Weise schließen. Spätestens wenn eine Kanalsanierung ansteht, sollte die Abwasserwärmenutzung als ergänzende Maßnahme zur energiesparenden Wärmeversorgung in Erwägung gezogen werden. Bremerhaven hat vorbildhaft dieses Thema aufgegriffen. Mit einer Potenzialstudie wurde aufgezeigt, wo geeignete Kanäle liegen und welche Gebiete sich besonders eignen. Für drei bestehende Gebäude (Museum, Schule, Schwimmbad) wurden zudem Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben. gez. Wolfram Jäger gez. Dr. Hans-Jürgen Vogt gez. Gabriele Luczak-Schwarz Hauptamt - Sitzungsdienste - 9. Juni 2006 Stellungnahme