Antrag KAL: Konradin-Kreutzer-Haus
| Vorlage: | 17010 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 26.05.2006 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Südstadt |
Beratungen
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Antrag KAL-Gemeinderatsfraktion vom: 20.04.2006 eingegangen: 21.04.2006 24. Sitzung des Gemeinderates am 23.05.2006 TOP 20 b Vorlage Nr. 705 Öffentlich x Nichtöffentlich verantwortlich Dez. 4 Konradin-Kreutzer-Haus Stellungnahme des Bürgermeisteramtes - Kurzfassung - Das Bürgermeisteramt führt derzeit Verhandlungen mit einem Interessenten, der den Erhalt des Gebäudes Wilhelmstraße 14 zugesichert hat. Falls die Verhandlungen zu einem positiven Abschluss gelangen, wird die erforderliche Ge- nehmigung für den Verkauf des Gebäudes per Offenlage eingeholt. Finanzielle Auswirkungen nein ja x Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belas- tung (Folgekosten mit kal- kulatorischen Kosten ab- zügl. Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Die Höhe der Einnah- men kann noch nicht beziffert werden. Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein x ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein x ja abgestimmt mit Stadt Karlsruhe – Hauptamt: Stellungnahme des BMA – Antrag Fassung: JAN 2006; Intranet RHIN: Formul a re/Gemeinderat Ergänzende Erläuterungen Seite 2 von 2 Nach Schließung des Kinder- und Jugendtheaters „Bluemix“ und der Räumung des Gebäu- des hatte das Bürgermeisteramt beschlossen, das Gebäude zu verkaufen. Auf die entspre- chende Ausschreibung wurden 5 Gebote abgegeben. Es gab zwei Bewerber, die ein finan- ziell interessantes Gebot abgaben. Einer davon (Bauträger) wollte das Objekt abbrechen und einen Neubau errichten. Der zweite Bewerber (Ehepaar) wollte das Objekt zu einem Fotoatelier mit Wohnen umnutzen und dabei das Gebäude erhalten. Zunächst wurde mit beiden Bewerbern verhandelt. Als die Nutzungsvariante Kindergarten für das Gebäude ins Gespräch kam, wurden diese Verhandlungen unterbrochen. Eine Machbarkeitsstudie des städtischen Hochbauamtes für die Umnutzung des Gebäudes und die Unterbringung eines dreigruppigen Kindergartens ergab bei einem Nichtabbruch einen Kostenaufwand für die Stadt von 1,5 Mio. Euro. Selbst bei Realisierung eines zweig- ruppigen Kindergartens lagen die Berechnungen noch zwischen 1,23 und 1,4 Mio. Euro. Dieser hohe Kostenaufwand führte zu den Überlegungen, das Projekt durch die Volkswoh- nung realisieren zu lassen. Eine wirtschaftliche Lösung ist aber nur durch den Abbruch des Gebäudes und einen Neubau möglich. Nach Widerständen gegen den Abbruch in der Bevölkerung hat sich die Volkswohnung aus dem Projekt zurückgezogen. Darauf hin entschied das Bürgermeisteramt, die Verhandlungen mit denjenigen damaligen Bewerbern wieder aufzunehmen, die den Erhalt des Gebäudes von Anfang an geplant hat- ten. Diese Verhandlungen sind inzwischen relativ weit fortgeschritten. Eine grundsätzliche Einigung ist abzusehen. Die eventuellen Käufer werden sich vertraglich verpflichten, das Gebäude zu erhalten. Diese Verpflichtung kann aber aus Gründen der Angemessenheit und des notwendigen Schutzes von Eigentümerrechten nur eingeschränkt vereinbart werden. Falls die Verhandlungen zu einem positiven Abschluss gelangen, wird die erforderliche Ge- nehmigung für den Verkauf des Gebäudes per Offenlage eingeholt.
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Extrahierter Text
Antrag KAL-Gemeinderatsfraktion vom: 20.04.2006 eingegangen: 21.04.2006 24. Sitzung des Gemeinderates am 23.05.2006 TOP 20 b Vorlage Nr. 705 Öffentlich x Nichtöffentlich verantwortlich Dez. 4 Konradin-Kreutzer-Haus Stellungnahme des Bürgermeisteramtes - Kurzfassung - Das Bürgermeisteramt führt derzeit Verhandlungen mit einem Interessenten, der den Erhalt des Gebäudes Wilhelmstraße 14 zugesichert hat. Falls die Verhandlungen zu einem positiven Abschluss gelangen, wird die erforderliche Ge- nehmigung für den Verkauf des Gebäudes per Offenlage eingeholt. Finanzielle Auswirkungen nein ja x Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belas- tung (Folgekosten mit kal- kulatorischen Kosten ab- zügl. Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Die Höhe der Einnah- men kann noch nicht beziffert werden. Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein x ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein x ja abgestimmt mit Stadt Karlsruhe – Hauptamt: Stellungnahme des BMA – Antrag Fassung: JAN 2006; Intranet RHIN: Formul a re/Gemeinderat Ergänzende Erläuterungen Seite 2 von 2 Nach Schließung des Kinder- und Jugendtheaters „Bluemix“ und der Räumung des Gebäu- des hatte das Bürgermeisteramt beschlossen, das Gebäude zu verkaufen. Auf die entspre- chende Ausschreibung wurden 5 Gebote abgegeben. Es gab zwei Bewerber, die ein finan- ziell interessantes Gebot abgaben. Einer davon (Bauträger) wollte das Objekt abbrechen und einen Neubau errichten. Der zweite Bewerber (Ehepaar) wollte das Objekt zu einem Fotoatelier mit Wohnen umnutzen und dabei das Gebäude erhalten. Zunächst wurde mit beiden Bewerbern verhandelt. Als die Nutzungsvariante Kindergarten für das Gebäude ins Gespräch kam, wurden diese Verhandlungen unterbrochen. Eine Machbarkeitsstudie des städtischen Hochbauamtes für die Umnutzung des Gebäudes und die Unterbringung eines dreigruppigen Kindergartens ergab bei einem Nichtabbruch einen Kostenaufwand für die Stadt von 1,5 Mio. Euro. Selbst bei Realisierung eines zweig- ruppigen Kindergartens lagen die Berechnungen noch zwischen 1,23 und 1,4 Mio. Euro. Dieser hohe Kostenaufwand führte zu den Überlegungen, das Projekt durch die Volkswoh- nung realisieren zu lassen. Eine wirtschaftliche Lösung ist aber nur durch den Abbruch des Gebäudes und einen Neubau möglich. Nach Widerständen gegen den Abbruch in der Bevölkerung hat sich die Volkswohnung aus dem Projekt zurückgezogen. Darauf hin entschied das Bürgermeisteramt, die Verhandlungen mit denjenigen damaligen Bewerbern wieder aufzunehmen, die den Erhalt des Gebäudes von Anfang an geplant hat- ten. Diese Verhandlungen sind inzwischen relativ weit fortgeschritten. Eine grundsätzliche Einigung ist abzusehen. Die eventuellen Käufer werden sich vertraglich verpflichten, das Gebäude zu erhalten. Diese Verpflichtung kann aber aus Gründen der Angemessenheit und des notwendigen Schutzes von Eigentümerrechten nur eingeschränkt vereinbart werden. Falls die Verhandlungen zu einem positiven Abschluss gelangen, wird die erforderliche Ge- nehmigung für den Verkauf des Gebäudes per Offenlage eingeholt.
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24. ÖFFENTLICHE PLENARSITZUNG DES GEMEINDERATES AM 23. MAI 2006 Vorlage Nr. 705 ANTRAG Zu TOP 20 b ------------------------------------------ A N T R A G der Stadträte Lüppo Cramer und Dr. Eberhard Fischer (KAL) sowie der KAL-Gemeinderatsfraktion vom 20. April 2006 Konradin-Kreutzer-Haus 1. Die Stadtverwaltung stellt im Gemeinderat oder im Bauausschuss öffentlich ihre aktuellen Planungen zum Conradin-Kreutzer-Haus vor, und erklärt, welche Einschränkungen mit einem Erhalt des gesamten Gebäudes oder mit dem Erhalt der prägenden Fassade verbunden sind. 2. Ein Erhalt des Gebäudes, zumindest der Fassade, ist auch bei einem Verkauf oberstes Ziel und entsprechend abzusichern. 3. Sollte ein Erhalt nicht möglich sein, wird mit Blick auf die Baukultur in Karlsruhe ein Architektenwettbewerb für diese historische Stelle in der Südstadt durchgeführt. Über 4. eine eventuelle Abrissabsicht entscheidet zuvor der Gemeinderat. Sachverhalt / Begründung: Das ehemalige Haus der Arbeiterbewegung in Karlsruhe, das Konrad- Kreutzer-Haus, ist eine historische Stätte in der Südstadt. Die wunderschöne Fassade prägt den gesamten Straßenzug der Wilhelmstraße zwischen Baumeister- und Schützenstraße. Mit dem Bluemix und zuvor dem Insel-Theater war dieser Ort auch mit einer passenden, öffentlichen Nutzung verbunden. Allerdings musste für die Theaternutzung das Gebäude im Inneren stark umgebaut werden; von manchen Baufachleuten ist das Wort “verbaut” zu hören. Nach dem Ende des Jugendtheaters stand das Gebäude leer und sollte nach unseren Kenntnissen wegen der schwierigen Nutzbarkeit verkauft werden. Dem Gemeinderat ist nicht bekannt, woran die Verkaufsabsichten scheiterten. gez. Lüppo Cramer gez. Dr. Eberhard Fischer Hauptamt - Sitzungsdienste - 12. Mai 2006 Stellungnahme: