Anfrage GRÜNE: Naturpädagogik und Öffentlichkeitsarbeit für Naturschutz und Schutzgebiete
| Vorlage: | 16958 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 09.05.2006 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Daxlanden, Knielingen, Rüppurr |
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Extrahierter Text
Anfrage Stadträtin Dr. Gisela Splett (GRÜNE) Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) vom: 21.03.2006 eingegangen: 21.03.2006 23. Sitzung des Gemeinderates am 09.05.2006 TOP 33 Vorlage Nr. 680 Öffentlich Nichtöffentlich verantwortlich: Dez. 2 Naturpädagogik und Öffentlichkeitsarbeit für Naturschutz und Schutzgebiete Stellungnahme des Bürgermeisteramtes: Zu Frage 1: Wie hat sich die Personalsituation in den letzten Jahren entwickelt? 2002: 1 Geschäftsführer 38,5 Std. / Woche 1 Stellvertreter 38,5 Std. / Woche 1 Sekretärin 25 Std./ Woche 1 Pädagogin 19,25 Std. /Woche 1 Pädagogin 38,5 Std. / Woche 1 Pädagogin 30 Std. / Woche 1 ABM Stelle (Biologin) 30 Std. / Woche 2003: 1 Geschäftsführer 38,5 Std. / Woche 1 Stellvertreter 38,5 Std. / Woche 1 Sekretärin 25 Std./ Woche 1 Pädagogin 19,25 Std. /Woche 1 Pädagogin 38,5 Std. / Woche 2004: 1 Geschäftsführer 38,5 Std. / Woche 1 Stellvertreter 38,5 Std. / Woche 1 Sekretärin 25 Std./ Woche 1 Pädagogin 19,25 Std. /Woche 1 Pädagogin 38,5 Std. / Woche 2005 / 2006: 1 Geschäftsführer 38,5 Std. / Woche 1 Stellvertreter 38,5 Std. / Woche 1 Sekretärin 25 Std./ Woche 1 Pädagogin 19,25 Std. /Woche 1 Pädagogin 19,25 Std. / Woche 1 Landespfleger (entspricht ca. 19,25 Std. / Woche) Werkvertrag zu 50% über RP Karlsruhe, LIFE-Mittel finanziert Haushaltsmittel: Das Sponsoring ist stark rückläufig. Hauptsponsor L-Bank (12.500,- Euro jährlich) hat sich zurückgezogen. Die Verzinsung des Stiftungskapitals ist stark rückläufig. Wurde durch eine kleinere Zustiftung der Stadt (Erbschaft) nur in kleineren Teilen ausgeglichen. Insgesamt betrachtet wird der Haushalt derzeit nur durch die Zuschüsse der EU auf annähernd gleichem Niveau gehalten. Die Interreg III EU-Zuschüsse über den PAMINA-Rheinpark laufen jedoch im Jahr 2006 aus. Die Finanzierungen aus dem Änderungen der Wordvorlage sind nicht zulässig ! Ergänzende Erläuterungen: Seite 2 von 6 LIFE-Projekt (= 1/2 Landespfleger-Werkvertrag mit ca. 19,25 Std. / Woche) wird noch 4 Jahre andauern. Welche Mittel standen für temporäre Ausstellungen zur Verfügung?: Im Haushaltansatz 2005 standen für Wechselausstellungen 27.400,- Euro zur Verfü- gung. Daher war es im Prinzip nur möglich Ausstellungen auszuleihen. Hier ist je- doch anzumerken, dass es immer schwieriger wird vernünftige und qualitative Aus- stellungen zu finden, die in das Konzept des Naturschutzzentrums passen. Reine Tafelausstellungen werden von den meisten Besuchern als langweilig empfunden. Welche Mittel standen für Instandhaltung / Modernisierung der Ausstellung zur Ver- fügung?: Im Haushaltsansatz 2005 standen hierfür 50.000,- Euro zur Verfügung. Die Mittel kamen aus einer Sonderzuwendung des Landes für den Ersatz eines defekten Flutungsmodells (36.000,- Euro) und aus EU-Mitteln (zweisprachige Umgestaltung der Ausstellung). Im Normalfall stehen nur geringfügig Mittel zur Verfügung, z.B. Haushalt 2004 = 5.000,- Euro. Ist es gelungen, das Angebot an Ausstellungen aufrechtzuerhalten?: Die Anzahl der Ausstellungen wurde nicht vermindert. Auf Grund der fehlenden Mit- tel mussten zum Teil sehr „abgegriffene“ Ausstellungen und Ausstellung mit Randthemen ausgeliehen werden. Dadurch hat die Qualität der Ausstellungen stark gelitten. Ist es gelungen, das Angebot an Führungen aufrechtzuerhalten?: Besucherzahlen 2005 20.537 Erwachsene, 19.662 Kinder = 40.199 Gesamtbesucher 2004 21.888 Erwachsene, 21.335 Kinder = 43.223 Gesamtbesucher 2003 21.952 Erwachsene, 21.205 Kinder = 43.157 Gesamtbesucher 2002 23.330 Erwachsene, 24.462 Kinder = 47.792 Gesamtbesucher 2001 24.301 Erwachsene, 23.786 Kinder = 48.087 Gesamtbesucher 2000 26.152 Erwachsene, 22.743 Kinder = 48.895 Gesamtbesucher Insgesamt betrachtet ist es gelungen das Angebot aufrechtzuerhalten (2005 etwas weniger Anfragen durch Schulklassen – hier fehlten wohl die passenden Wechsel- ausstellungen). Im Bereich der Führungen gab es bedingt durch die LIFE- Finanzierung eine Verlagerung in den Landkreis (Kräfte wurden entsprechend der Finanzierungsbeiträge eingesetzt). Ergänzende Erläuterungen: Seite 3 von 6 Welche Projekte konnten bisher aufgrund fehlender Mittel nicht verwirklicht werden: Alle Projekte die Im Zusammenhang mit dem Rheinerlebnispark und im Zu- sammenhang mit dem IRP stehen wurden zurückgestellt. Ökologischer Spielplatz, der die Zusammenhänge des Walderlebnispfades spielerisch aufgreift und vertieft. Bau eines Auen-Klassenzimmer (Größe ca. 70 m2) zur „Allwetter“- Unterrichtsgestaltung. Dringende Renovierungen am Haus, in den Ausstellungsräumen und in Teilen der Ausstellung Zu Frage 2: Im Rahmen der Waldpädagogik Karlsruhe wurden von 1996-2005 im Durchschnitt rund 420 Führungen mit Schulklassen durchgeführt. Einzugsgebiet waren die Zu- ständigkeitsbereiche der früheren Staatlichen Forstämter Hardt und Karlsruhe. Dies entspricht einer Zahl von ca. 10000 Schülerinnen und Schülern im Jahr. Hinzu kom- men noch rund 1500 Besucher im Jahr bei den öffentlichen Veranstaltungen (Wald- tage, Tage der Offenen Tür im Waldklassenzimmer, Bastelmärkte etc.). Die Nachfrage ist nach wie vor steigend, vor allem längerfristige Schulwaldprojekte nehmen zu, d.h. Schulklassen besuchen „Ihr“ Waldstück viermal im Jahr oder sogar noch öfter. Diese waldpädagogisch wünschenswerte Entwicklung bedingt allerdings einen höheren Betreuungsaufwand je Klasse. Durch die Verwaltungsreform zum 01.01.2005 wurde das Projekt von Stadt- und Landkreis Karlsruhe übernommen und wie bisher zusammen mit der Schutzgemein- schaft Deutscher Wald e.V., Landesverband Baden-Württemberg fortgeführt. Leider nicht mehr möglich ist eine Beteiligung des Forstlichen Bildungszentrums Karlsruhe am Projekt, da diese Einrichtung nur noch für landesweite Fortbildungsaufgaben zur Verfügung steht. Hierdurch wurde die Personalausstattung um eine halbe Stelle im gehobenen Dienst und eine 400 € Kraft reduziert. Diese Reduktion führt zu mehre- ren Konsequenzen: - Die „Sponsorförsterin“ muss mehr Verwaltungsarbeit übernehmen - Es müssen mehr Führungen an Werkvertragnehmer abgeben werden - Konzeptionelle Arbeiten und Planungsaufgaben müssen (leider) einge- schränkt werden Ergänzende Erläuterungen: Seite 4 von 6 An „eigenen“ Personal sind im Stadtkreis Karlsruhe der Revierleiter des Forstreviers Wildpark zu etwa 35% funktional für die Waldpädagogik zuständig. Ferner überneh- men in den Forstrevieren die örtlichen Revierförster ca. 100 Führungen pro Jahr. Zwei Zivildienstleistende betreuen das Waldklassenzimmer. Nur für die Waldpäda- gogik zuständig ist derzeit die „Sponsorförsterin“, eine 70% Stelle, die von der L- Bank gesponsert wird. Die Zusage des Sponsorings läuft derzeit bis 2007. Die Nachfrage nach waldpädagogischen Aktivitäten kann nur dadurch annähernd abgedeckt werden, dass Werkvertragnehmer eingesetzt werden. Die Finanzmittel für diese Werkvertragnehmer stammen aus Entgelten für die Waldführungen, aus Spenden und Finanzzuschüssen. Der Verlust der Beteilung des Forstlichen Bil- dungszentrums kann teilweise dadurch kompensiert werden, dass die Stadt Karlsru- he im Haushaltsjahr 2005 10000 € für die Waldpädagogik zur Verfügung gestellt hat; zusammen mit den Führungsentgelten in Höhe von ca. 10000 € ergibt dies ein Ge- samtbudget in Höhe von 20000 € für Werkverträge; dieses entspricht ungefähr 125 Führungen. Insgesamt ist die Ausstattung mit „eigenem“ Personal in der Waldpädagogik an der Grenze. Zeitweise ist die Arbeitsbelastung im Revier Wildpark, wo die Waldpädago- gik funktional zugeordnet ist, so hoch, dass die Waldpädagogik zurückstehen muss. Zudem ist unbefriedigend, dass die Sponsorförsterin immer mehr im Verwaltungsbe- reich eingesetzt werden muss und nicht ganz überwiegend für waldpädagogische Aktivitäten im Wald zur Verfügung steht. Die Bewältigung der Aufgaben im Verwal- tungsbereich ist derzeit nur möglich mit Unterstützung der Sponsorförsterin (z.B. Ab- halten der telefonischen Sprechstunden). Die Aufstockung vor allem personeller oder finanzieller Mittel wäre vor diesem Hin- tergrund wünschenswert. Dem steht jedoch entgegen, dass im Forst die Effizienz- rendite aus der Verwaltungsreform erbracht werden muss. Zu Frage 3: Ergänzende Erläuterungen: Seite 5 von 6 Als Fachdienststelle der Naturschutzbehörde hat der Umwelt- und Arbeitsschutz (UA) die Aufgabe, ganz gezielt auf Schutzgebiete, geschützte Biotope und Arten be- zogene Öffentlichkeitsarbeit durchzuführen, mit dem Ziel, die dort verkehrenden Bürger zu sensibilisieren (§ 11 Naturschutzgesetz) Schwerpunkt ist das Projekt „Schüler erleben Naturschutz“ das sich konzentriert auf die 4. Grundschulklassen (in diesem Alter Themenzugang sowohl sinnlich- erlebnishaft als auch anwendungs- problemorientiert möglich. Große Auf- nahme- und Zukunftsfähigkeit der Information, relativ leichte Einbindung der Eltern) in Verbindung mit Biotopen im Wohn- bzw. Schulumfeld (Einbettung in der Alltag, Beteiligung/ Betroffenheit der Eltern) Die Überschneidung mit den Angeboten von Naturschutzzentrum und Waldklas- senzimmer ist gering. Wo es Überschneidungen gibt, werden Absprachen getroffen und zusammenge- arbeitet. So unterstützt der UA z. B. die Zusammenarbeit des Naturschutzzent- rums (NAZ) mit der Grund- und Hauptschule Daxlanden, das NAZ wiederum un- terstützt die Arbeit des UA mit der Grundschule Knielingen. Pflegeeinsätze mit Schülern im Wald werden gemeinsam mit der Forstverwaltung durchgeführt (z.B. bei Eichendorffschule und bei Eichelgartenschule). In diesen Schnittbereichen können die Schulen flexibel bedient werden, je nach aktueller Kapazität der drei Anbieter. Der UA wird zwischen Oktober 2005 bis Sommer 2006 mindestens 49 Klassen- aktionen durchgeführt haben (Stand Anfang Oktober 2005 bis Ende März 2006 33 Klassenaktionen ). Der Bedarf der Schulen ist allerdings größer. Bisher wa- ren 12 Schulen beteiligt, davon 20 mal 4. Klassen (2 Klassen haben einen 2. Pflegetermin bekommen), 10 mal 3. Klassen und einmal eine 5. Klasse. Nahe eines Schutzgebietes gelegene Schulen, die bisher Unterrichtseinheiten und Pflegeeinsätze nutzen konnten sind: Ergänzende Erläuterungen: Seite 6 von 6 Schutzgebiet Schule Alter Flugplatz Marylandschule Hebelschule Werner-v.-Siemens-Schule Freie Aktive Schule Rennbuckeldüne Rennbuckel-Schule Hardtwald Eichendorffschule Erlachsee GHS Rüppurr Fritschlach GHS Daxlanden Wettersbacher Wald / Hatzengraben Carl-Benz-Schule Wettersbach Heinz-Barth-Schule Waldenserschule Turmberg Schloss-Schule Der UA hat das Konzept ab 2002 mit eigenen Kräften und aus laufenden Haus- haltsmitteln entwickelt. Dem schnell wachsenden Zuspruch versucht der UA mit einer AB-Maßnahme bzw. Vergabe an Externe aus laufenden Haushaltsmitteln gerecht zu werden. Die personelle Unterstützung durch eine AB-Maßnahme en- dete im Herbst letzten Jahres. Seither werden die Maßnahmen durch Beauftragung externer Kräfte durchge- führt. Für die obengenannten 49 Klassenaktionen, die bis zum Schuljahresende vorgesehen sind, entsteht ein Aufwand von 15.800 €. Die Entlastung durch Lehrer, Eltern oder Vereine gelingt bisher nur sehr verein- zelt, da besonders in den Schulen keine spezifischen Kenntnisse zu den nahe gelegenen Schutzgebieten vorhanden sind. Alb (ca. 4.000 €) Mit den Bausteinen Naturführer Alb, Gewässererlebnispfad, Steine-in-der-Alb- Aktion, Gewässerrucksack (ab Mai 2006) Natura2000-Kampagne „Neun mal eines“ (ca. 8.000 €) Jährliche Vorstellung eines Natura 2000-Gebietes 2006 Eröffnung der Kampagne mit Ausstellung Gebiet: Rheinniederung südlich der B10 mit 6 Exkursionen, 2 Vorträgen
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Anfrage Stadträtin Dr. Gisela Splett (GRÜNE) Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) vom: 21.03.2006 eingegangen: 21.03.2006 23. Sitzung des Gemeinderates am 09.05.2006 TOP 33 Vorlage Nr. 680 Öffentlich Nichtöffentlich verantwortlich: Dez. 2 Naturpädagogik und Öffentlichkeitsarbeit für Naturschutz und Schutzgebiete Stellungnahme des Bürgermeisteramtes: Zu Frage 1: Wie hat sich die Personalsituation in den letzten Jahren entwickelt? 2002: 1 Geschäftsführer 38,5 Std. / Woche 1 Stellvertreter 38,5 Std. / Woche 1 Sekretärin 25 Std./ Woche 1 Pädagogin 19,25 Std. /Woche 1 Pädagogin 38,5 Std. / Woche 1 Pädagogin 30 Std. / Woche 1 ABM Stelle (Biologin) 30 Std. / Woche 2003: 1 Geschäftsführer 38,5 Std. / Woche 1 Stellvertreter 38,5 Std. / Woche 1 Sekretärin 25 Std./ Woche 1 Pädagogin 19,25 Std. /Woche 1 Pädagogin 38,5 Std. / Woche 2004: 1 Geschäftsführer 38,5 Std. / Woche 1 Stellvertreter 38,5 Std. / Woche 1 Sekretärin 25 Std./ Woche 1 Pädagogin 19,25 Std. /Woche 1 Pädagogin 38,5 Std. / Woche 2005 / 2006: 1 Geschäftsführer 38,5 Std. / Woche 1 Stellvertreter 38,5 Std. / Woche 1 Sekretärin 25 Std./ Woche 1 Pädagogin 19,25 Std. /Woche 1 Pädagogin 19,25 Std. / Woche 1 Landespfleger (entspricht ca. 19,25 Std. / Woche) Werkvertrag zu 50% über RP Karlsruhe, LIFE-Mittel finanziert Haushaltsmittel: Das Sponsoring ist stark rückläufig. Hauptsponsor L-Bank (12.500,- Euro jährlich) hat sich zurückgezogen. Die Verzinsung des Stiftungskapitals ist stark rückläufig. Wurde durch eine kleinere Zustiftung der Stadt (Erbschaft) nur in kleineren Teilen ausgeglichen. Insgesamt betrachtet wird der Haushalt derzeit nur durch die Zuschüsse der EU auf annähernd gleichem Niveau gehalten. Die Interreg III EU-Zuschüsse über den PAMINA-Rheinpark laufen jedoch im Jahr 2006 aus. Die Finanzierungen aus dem Änderungen der Wordvorlage sind nicht zulässig ! Ergänzende Erläuterungen: Seite 2 von 6 LIFE-Projekt (= 1/2 Landespfleger-Werkvertrag mit ca. 19,25 Std. / Woche) wird noch 4 Jahre andauern. Welche Mittel standen für temporäre Ausstellungen zur Verfügung?: Im Haushaltansatz 2005 standen für Wechselausstellungen 27.400,- Euro zur Verfü- gung. Daher war es im Prinzip nur möglich Ausstellungen auszuleihen. Hier ist je- doch anzumerken, dass es immer schwieriger wird vernünftige und qualitative Aus- stellungen zu finden, die in das Konzept des Naturschutzzentrums passen. Reine Tafelausstellungen werden von den meisten Besuchern als langweilig empfunden. Welche Mittel standen für Instandhaltung / Modernisierung der Ausstellung zur Ver- fügung?: Im Haushaltsansatz 2005 standen hierfür 50.000,- Euro zur Verfügung. Die Mittel kamen aus einer Sonderzuwendung des Landes für den Ersatz eines defekten Flutungsmodells (36.000,- Euro) und aus EU-Mitteln (zweisprachige Umgestaltung der Ausstellung). Im Normalfall stehen nur geringfügig Mittel zur Verfügung, z.B. Haushalt 2004 = 5.000,- Euro. Ist es gelungen, das Angebot an Ausstellungen aufrechtzuerhalten?: Die Anzahl der Ausstellungen wurde nicht vermindert. Auf Grund der fehlenden Mit- tel mussten zum Teil sehr „abgegriffene“ Ausstellungen und Ausstellung mit Randthemen ausgeliehen werden. Dadurch hat die Qualität der Ausstellungen stark gelitten. Ist es gelungen, das Angebot an Führungen aufrechtzuerhalten?: Besucherzahlen 2005 20.537 Erwachsene, 19.662 Kinder = 40.199 Gesamtbesucher 2004 21.888 Erwachsene, 21.335 Kinder = 43.223 Gesamtbesucher 2003 21.952 Erwachsene, 21.205 Kinder = 43.157 Gesamtbesucher 2002 23.330 Erwachsene, 24.462 Kinder = 47.792 Gesamtbesucher 2001 24.301 Erwachsene, 23.786 Kinder = 48.087 Gesamtbesucher 2000 26.152 Erwachsene, 22.743 Kinder = 48.895 Gesamtbesucher Insgesamt betrachtet ist es gelungen das Angebot aufrechtzuerhalten (2005 etwas weniger Anfragen durch Schulklassen – hier fehlten wohl die passenden Wechsel- ausstellungen). Im Bereich der Führungen gab es bedingt durch die LIFE- Finanzierung eine Verlagerung in den Landkreis (Kräfte wurden entsprechend der Finanzierungsbeiträge eingesetzt). Ergänzende Erläuterungen: Seite 3 von 6 Welche Projekte konnten bisher aufgrund fehlender Mittel nicht verwirklicht werden: Alle Projekte die Im Zusammenhang mit dem Rheinerlebnispark und im Zu- sammenhang mit dem IRP stehen wurden zurückgestellt. Ökologischer Spielplatz, der die Zusammenhänge des Walderlebnispfades spielerisch aufgreift und vertieft. Bau eines Auen-Klassenzimmer (Größe ca. 70 m2) zur „Allwetter“- Unterrichtsgestaltung. Dringende Renovierungen am Haus, in den Ausstellungsräumen und in Teilen der Ausstellung Zu Frage 2: Im Rahmen der Waldpädagogik Karlsruhe wurden von 1996-2005 im Durchschnitt rund 420 Führungen mit Schulklassen durchgeführt. Einzugsgebiet waren die Zu- ständigkeitsbereiche der früheren Staatlichen Forstämter Hardt und Karlsruhe. Dies entspricht einer Zahl von ca. 10000 Schülerinnen und Schülern im Jahr. Hinzu kom- men noch rund 1500 Besucher im Jahr bei den öffentlichen Veranstaltungen (Wald- tage, Tage der Offenen Tür im Waldklassenzimmer, Bastelmärkte etc.). Die Nachfrage ist nach wie vor steigend, vor allem längerfristige Schulwaldprojekte nehmen zu, d.h. Schulklassen besuchen „Ihr“ Waldstück viermal im Jahr oder sogar noch öfter. Diese waldpädagogisch wünschenswerte Entwicklung bedingt allerdings einen höheren Betreuungsaufwand je Klasse. Durch die Verwaltungsreform zum 01.01.2005 wurde das Projekt von Stadt- und Landkreis Karlsruhe übernommen und wie bisher zusammen mit der Schutzgemein- schaft Deutscher Wald e.V., Landesverband Baden-Württemberg fortgeführt. Leider nicht mehr möglich ist eine Beteiligung des Forstlichen Bildungszentrums Karlsruhe am Projekt, da diese Einrichtung nur noch für landesweite Fortbildungsaufgaben zur Verfügung steht. Hierdurch wurde die Personalausstattung um eine halbe Stelle im gehobenen Dienst und eine 400 € Kraft reduziert. Diese Reduktion führt zu mehre- ren Konsequenzen: - Die „Sponsorförsterin“ muss mehr Verwaltungsarbeit übernehmen - Es müssen mehr Führungen an Werkvertragnehmer abgeben werden - Konzeptionelle Arbeiten und Planungsaufgaben müssen (leider) einge- schränkt werden Ergänzende Erläuterungen: Seite 4 von 6 An „eigenen“ Personal sind im Stadtkreis Karlsruhe der Revierleiter des Forstreviers Wildpark zu etwa 35% funktional für die Waldpädagogik zuständig. Ferner überneh- men in den Forstrevieren die örtlichen Revierförster ca. 100 Führungen pro Jahr. Zwei Zivildienstleistende betreuen das Waldklassenzimmer. Nur für die Waldpäda- gogik zuständig ist derzeit die „Sponsorförsterin“, eine 70% Stelle, die von der L- Bank gesponsert wird. Die Zusage des Sponsorings läuft derzeit bis 2007. Die Nachfrage nach waldpädagogischen Aktivitäten kann nur dadurch annähernd abgedeckt werden, dass Werkvertragnehmer eingesetzt werden. Die Finanzmittel für diese Werkvertragnehmer stammen aus Entgelten für die Waldführungen, aus Spenden und Finanzzuschüssen. Der Verlust der Beteilung des Forstlichen Bil- dungszentrums kann teilweise dadurch kompensiert werden, dass die Stadt Karlsru- he im Haushaltsjahr 2005 10000 € für die Waldpädagogik zur Verfügung gestellt hat; zusammen mit den Führungsentgelten in Höhe von ca. 10000 € ergibt dies ein Ge- samtbudget in Höhe von 20000 € für Werkverträge; dieses entspricht ungefähr 125 Führungen. Insgesamt ist die Ausstattung mit „eigenem“ Personal in der Waldpädagogik an der Grenze. Zeitweise ist die Arbeitsbelastung im Revier Wildpark, wo die Waldpädago- gik funktional zugeordnet ist, so hoch, dass die Waldpädagogik zurückstehen muss. Zudem ist unbefriedigend, dass die Sponsorförsterin immer mehr im Verwaltungsbe- reich eingesetzt werden muss und nicht ganz überwiegend für waldpädagogische Aktivitäten im Wald zur Verfügung steht. Die Bewältigung der Aufgaben im Verwal- tungsbereich ist derzeit nur möglich mit Unterstützung der Sponsorförsterin (z.B. Ab- halten der telefonischen Sprechstunden). Die Aufstockung vor allem personeller oder finanzieller Mittel wäre vor diesem Hin- tergrund wünschenswert. Dem steht jedoch entgegen, dass im Forst die Effizienz- rendite aus der Verwaltungsreform erbracht werden muss. Zu Frage 3: Ergänzende Erläuterungen: Seite 5 von 6 Als Fachdienststelle der Naturschutzbehörde hat der Umwelt- und Arbeitsschutz (UA) die Aufgabe, ganz gezielt auf Schutzgebiete, geschützte Biotope und Arten be- zogene Öffentlichkeitsarbeit durchzuführen, mit dem Ziel, die dort verkehrenden Bürger zu sensibilisieren (§ 11 Naturschutzgesetz) Schwerpunkt ist das Projekt „Schüler erleben Naturschutz“ das sich konzentriert auf die 4. Grundschulklassen (in diesem Alter Themenzugang sowohl sinnlich- erlebnishaft als auch anwendungs- problemorientiert möglich. Große Auf- nahme- und Zukunftsfähigkeit der Information, relativ leichte Einbindung der Eltern) in Verbindung mit Biotopen im Wohn- bzw. Schulumfeld (Einbettung in der Alltag, Beteiligung/ Betroffenheit der Eltern) Die Überschneidung mit den Angeboten von Naturschutzzentrum und Waldklas- senzimmer ist gering. Wo es Überschneidungen gibt, werden Absprachen getroffen und zusammenge- arbeitet. So unterstützt der UA z. B. die Zusammenarbeit des Naturschutzzent- rums (NAZ) mit der Grund- und Hauptschule Daxlanden, das NAZ wiederum un- terstützt die Arbeit des UA mit der Grundschule Knielingen. Pflegeeinsätze mit Schülern im Wald werden gemeinsam mit der Forstverwaltung durchgeführt (z.B. bei Eichendorffschule und bei Eichelgartenschule). In diesen Schnittbereichen können die Schulen flexibel bedient werden, je nach aktueller Kapazität der drei Anbieter. Der UA wird zwischen Oktober 2005 bis Sommer 2006 mindestens 49 Klassen- aktionen durchgeführt haben (Stand Anfang Oktober 2005 bis Ende März 2006 33 Klassenaktionen ). Der Bedarf der Schulen ist allerdings größer. Bisher wa- ren 12 Schulen beteiligt, davon 20 mal 4. Klassen (2 Klassen haben einen 2. Pflegetermin bekommen), 10 mal 3. Klassen und einmal eine 5. Klasse. Nahe eines Schutzgebietes gelegene Schulen, die bisher Unterrichtseinheiten und Pflegeeinsätze nutzen konnten sind: Ergänzende Erläuterungen: Seite 6 von 6 Schutzgebiet Schule Alter Flugplatz Marylandschule Hebelschule Werner-v.-Siemens-Schule Freie Aktive Schule Rennbuckeldüne Rennbuckel-Schule Hardtwald Eichendorffschule Erlachsee GHS Rüppurr Fritschlach GHS Daxlanden Wettersbacher Wald / Hatzengraben Carl-Benz-Schule Wettersbach Heinz-Barth-Schule Waldenserschule Turmberg Schloss-Schule Der UA hat das Konzept ab 2002 mit eigenen Kräften und aus laufenden Haus- haltsmitteln entwickelt. Dem schnell wachsenden Zuspruch versucht der UA mit einer AB-Maßnahme bzw. Vergabe an Externe aus laufenden Haushaltsmitteln gerecht zu werden. Die personelle Unterstützung durch eine AB-Maßnahme en- dete im Herbst letzten Jahres. Seither werden die Maßnahmen durch Beauftragung externer Kräfte durchge- führt. Für die obengenannten 49 Klassenaktionen, die bis zum Schuljahresende vorgesehen sind, entsteht ein Aufwand von 15.800 €. Die Entlastung durch Lehrer, Eltern oder Vereine gelingt bisher nur sehr verein- zelt, da besonders in den Schulen keine spezifischen Kenntnisse zu den nahe gelegenen Schutzgebieten vorhanden sind. Alb (ca. 4.000 €) Mit den Bausteinen Naturführer Alb, Gewässererlebnispfad, Steine-in-der-Alb- Aktion, Gewässerrucksack (ab Mai 2006) Natura2000-Kampagne „Neun mal eines“ (ca. 8.000 €) Jährliche Vorstellung eines Natura 2000-Gebietes 2006 Eröffnung der Kampagne mit Ausstellung Gebiet: Rheinniederung südlich der B10 mit 6 Exkursionen, 2 Vorträgen
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23. ÖFFENTLICHE PLENARSITZUNG DES GEMEINDERATES AM 9. MAI 2006 Vorlage Nr. 680 ANFRAGE Zu TOP 33 ------------------------------------------ A N F R A G E der Stadträtinnen Dr. Gisela Splett und Bettina Lisbach (GRÜNE) sowie der GRÜNE- Gemeinderatsfraktion vom 21. März 2006 Naturpädagogik und Öffentlichkeitsarbeit für Naturschutz und Schutzgebiete 1. Wie hat sich die Personalsituation im Naturschutzzentrum in den letzten Jahren entwickelt und wie sieht sie aktuell aus? Welche Mittel standen und stehen für tem-poräre Ausstellungen und die Instandhaltung/Modernisierung der Dauerausstellung zur Verfügung? Ist es gelungen, das Angebot an Ausstellungen und Führungen auf-rechtzuerhalten bzw. auszubauen? An welchen Stellen waren ggf. Einschränkungen des Angebots notwendig? Welche Projekte konnten bisher aufgrund fehlender Mittel nicht verwirklicht werden? 2. Ist es gelungen, die Angebote der Waldpädagogik mit dem “Waldklassenzimmer” wie in früheren Jahren in vollem Umfang weiterzuführen (z. B. Öffnungszeiten, Anzahl Veranstaltungen)? Falls nein, welche Einschränkungen waren notwendig? Welche personellen, organisatorischen und finanziellen Maßnahmen wurden getroffen und wie stellt sich die personelle und finanzielle Situation aktuell dar? 3. Welche Mittel und welche personellen Kapazitäten stehen dem Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz für naturschutzbezogene Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung? Welche Maßnahme und Projekte werden 2006 durchgeführt? An wie vielen Schulen findet derzeit das Projekt “Naturschutz in der Schule” statt? Welche personellen Kapazitäten und finanziellen Mittel sind für eine Fortführung und ggf. Ausdehnung des Projekts auf weitere interessierte Schulen notwendig? Sachverhalt/Begründung: Die Grüne Gemeinderatsfraktion hatte bei den Beratungen zum Doppelhaushalt 2005/06 zusätzliche Mittel für das Naturschutzzentrum und das Waldklassenzimmer beantragt. Bezüglich der Finanzierung des Waldklassenzimmers lag auch eine Ein- wendung vor. Von der Stadtverwaltung wurde der ursprüngliche Haushaltsansatz von 80.000 Euro für beide Einrichtungen zusammen als ausreichend bezeichnet. Zusätzlich zu diesen naturpädagogischen Angeboten ist es Aufgabe des Amtes für Umwelt- und Arbeitsschutz, die Öffentlichkeit über Naturschutzbelange und Schutz-gebiete vor Ort zu informieren. Unter anderem wurden hierzu die Projekte “Naturschutz in der Schule” und “Natura 2000 - neun mal Eines” entwickelt. Vor diesem Hintergrund bittet die Grüne Gemeinderatsfraktion um Beantwortung der o. g. Fragen. gez. Dr. Gisela Splett gez. Bettina Lisbach Hauptamt - Sitzungsdienste - 27. April 2006 Stellungnahme