Antrag SPD: Auszeichnung der besten Angebote in Karlsruhe für kinderreiche Familien
| Vorlage: | 16953 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 09.05.2006 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Antrag SPD-Gemeinderatsfraktion vom: 05.04.2006 eingegangen: 05.04.2006 23. Sitzung des Gemeinderates am 09.05.2006 TOP 28 Vorlage Nr. 675 Öffentlich Nichtöffentlich verantwortlich Dez. 3 Auszeichnung der besten Angebote in Karlsruhe für kinderreiche Familien Stellungnahme des Bürgermeisteramtes - Kurzfassung - Aus folgenden Gründen ist es nicht sinnvoll, dass die Koordinatorin des Lokalen Bündnisses für Familie einen Wettbewerb zur Auszeichnung der besten Angebote für kinderreiche Familien vorbereitet. Das Bündnis für Familie stellt alle Familien in den Mittelpunkt des Engagements. Besonders in der Anfangsphase sollte keine Gruppe herausgegriffen werden. Im Rahmen der Kinderaktionstage 2006 zum Thema ‚Familie’ wird die Arbeitsgemeinschaft Kinder in Karlsruhe (KiK) zum zweiten Mal den Karlsruher Kinderfreundlichkeitspreis verge- ben. Ein weiterer Wettbewerb würde wahrscheinlich zu Missverständnissen führen. Es gibt kaum Initiativen, die sich primär an kinderreiche Familien wenden und durch einen zusätzlichen Wettbewerb angesprochen werden könnten. Es ist zu erwarten, dass lediglich allgemeine Aktivitäten mit Verweis auf kinderreiche Familien herausgestrichen würden. Der Arbeitsgemeinschaft KiK wird deshalb vorgeschlagen, bei der Ausschreibung für den Kin- derfreundlichkeitspreis das Kriterium Familiengröße aufzunehmen. Außerdem besteht beim Konsolidierungstreffen des Bündnisses für Familie am 22. Mai 2006 die Möglichkeit, die Idee vorzustellen und Interessierte zu gewinnen. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belas- tung (Folgekosten mit kal- kulatorischen Kosten ab- zügl. Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Ergänzende Erläuterungen: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Stadt Karlsruhe – Hauptamt: Stellungnahme des BMA – Antrag Fassung: JAN 2006; Intranet RHIN: Formul a re/Gemeinderat Ergänzende Erläuterungen Seite 2 von 3 Ausgangslage In Karlsruhe leben 2.305 Familien mit drei und mehr Kindern unter 18 Jahren (Stand 31.12.2004). Für diese Familien gibt es in der Regel keine gezielten Vergünstigun- gen, sondern sie nutzen die allgemein für Familien geltenden Angebote. Die finanzielle Situation von Familien mit drei und mehr Kindern differiert zum Teil sehr stark. Das Karlsruher Bündnis für Familie dient der Schaffung einer familienfreundlichen Kommune für alle Familien unter Berücksichtigung verschiedener Handlungsfelder. Schwerpunkte des Engagements werden von den beteiligten Institutionen und Per- sonen festgelegt und selbständig bearbeitet. Das Thema Wohnen und Wohnumfeld sollte aus Sicht des Kinderbüros auch in der Arbeit des Bündnisses einen wichtigen Stellenwert einnehmen. Zukünftige Strate- gien zur Verbesserung der Situation, insbesondere von kinderreichen Familien, sind die so genannte Spielleitplanung, die Vermeidung von und Vermittlung bei Konflikten im Haus sowie Planung und Bau großer Wohnungen für und ihre Vermietung an Familien mit mehreren Kindern. In diesem Jahr werden die Kinderaktionstage im September sich mit dem Thema ‚Familie’ befassen, um zu einer Stärkung von Familien, zur Verbesserung ihrer Le- bensbedingungen und zur Verbreitung des Bündnisses für Familie beizutragen. Im Rahmen der Kinderaktionstage sind zwei Veranstaltungen beziehungsweise Aktio- nen geplant, die diese Anliegen besonders unterstreichen. Zum einen wird es eine Ausstellung mit Bildern von Kindern über ihre Familien geben. Mädchen und Jungen erhalten so die Gelegenheit, ihre Familie mit ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden beziehungsweise ihrer Vielfältigkeit, etwa aufgrund der Zusammensetzung, Herkunft, Größe und sozialen Lage, vorzustel- len. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 von 3 Die Arbeitsgemeinschaft Kinder in Karlsruhe (KiK) wird auch in diesem Jahr ei- nen Kinderfreundlichkeitspreis vergeben. Dies wird im Rahmen des neu gegrün- deten Bündnisses für Familie geschehen. Für die Bewertung der vorgeschlage- nen Personen, Einrichtungen und Unternehmen liegen Kriterien vor, die in Zu- sammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen entwickelt wurden. Stellungnahme Dem Selbstverständnis des Bündnisses für Familie nach stehen alle Familien im Mit- telpunkt des Engagements. Besonders in der Anfangsphase sollte keine Gruppe be- sonders herausgegriffen werden, um niemanden auszuschließen. Aufgrund der geplanten und zum Teil schon vorbereiteten Aktivitäten im Rahmen der Kinderaktionstage würde ein zusätzlicher Wettbewerb aller Wahrscheinlichkeit nach zu Irritationen und Verwechslungen führen. Wie in dem Antrag angesprochen, gibt es kaum Initiativen, die sich primär an kin- derreiche Familien wenden. So ist zu erwarten, dass sich nur wenige Unternehmen und Institutionen bewerben beziehungsweise allgemeine Aktivitäten mit Verweis auf kinderreiche Familien herausgestrichen werden. Aus diesen Gründen ist es nicht sinnvoll, dass die Koordinatorin des Lokalen Bünd- nisses für Familie einen Wettbewerb zur Auszeichnung der besten Angebote für kin- derreiche Familien vorbereitet. Es besteht aber die Möglichkeit, der Arbeitsgemeinschaft KiK vorzuschlagen, bei der Ausschreibung für den Kin- derfreundlichkeitspreis das Kriterium Familiengröße aufzunehmen sowie beim Konsolidierungstreffen des Bündnisses für Familie am 22. Mai 2006 den Beteiligten die Möglichkeit zu geben, die Idee aufzugreifen.
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Antrag SPD-Gemeinderatsfraktion vom: 05.04.2006 eingegangen: 05.04.2006 23. Sitzung des Gemeinderates am 09.05.2006 TOP 28 Vorlage Nr. 675 Öffentlich Nichtöffentlich verantwortlich Dez. 3 Auszeichnung der besten Angebote in Karlsruhe für kinderreiche Familien Stellungnahme des Bürgermeisteramtes - Kurzfassung - Aus folgenden Gründen ist es nicht sinnvoll, dass die Koordinatorin des Lokalen Bündnisses für Familie einen Wettbewerb zur Auszeichnung der besten Angebote für kinderreiche Familien vorbereitet. Das Bündnis für Familie stellt alle Familien in den Mittelpunkt des Engagements. Besonders in der Anfangsphase sollte keine Gruppe herausgegriffen werden. Im Rahmen der Kinderaktionstage 2006 zum Thema ‚Familie’ wird die Arbeitsgemeinschaft Kinder in Karlsruhe (KiK) zum zweiten Mal den Karlsruher Kinderfreundlichkeitspreis verge- ben. Ein weiterer Wettbewerb würde wahrscheinlich zu Missverständnissen führen. Es gibt kaum Initiativen, die sich primär an kinderreiche Familien wenden und durch einen zusätzlichen Wettbewerb angesprochen werden könnten. Es ist zu erwarten, dass lediglich allgemeine Aktivitäten mit Verweis auf kinderreiche Familien herausgestrichen würden. Der Arbeitsgemeinschaft KiK wird deshalb vorgeschlagen, bei der Ausschreibung für den Kin- derfreundlichkeitspreis das Kriterium Familiengröße aufzunehmen. Außerdem besteht beim Konsolidierungstreffen des Bündnisses für Familie am 22. Mai 2006 die Möglichkeit, die Idee vorzustellen und Interessierte zu gewinnen. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belas- tung (Folgekosten mit kal- kulatorischen Kosten ab- zügl. Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Ergänzende Erläuterungen: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Stadt Karlsruhe – Hauptamt: Stellungnahme des BMA – Antrag Fassung: JAN 2006; Intranet RHIN: Formul a re/Gemeinderat Ergänzende Erläuterungen Seite 2 von 3 Ausgangslage In Karlsruhe leben 2.305 Familien mit drei und mehr Kindern unter 18 Jahren (Stand 31.12.2004). Für diese Familien gibt es in der Regel keine gezielten Vergünstigun- gen, sondern sie nutzen die allgemein für Familien geltenden Angebote. Die finanzielle Situation von Familien mit drei und mehr Kindern differiert zum Teil sehr stark. Das Karlsruher Bündnis für Familie dient der Schaffung einer familienfreundlichen Kommune für alle Familien unter Berücksichtigung verschiedener Handlungsfelder. Schwerpunkte des Engagements werden von den beteiligten Institutionen und Per- sonen festgelegt und selbständig bearbeitet. Das Thema Wohnen und Wohnumfeld sollte aus Sicht des Kinderbüros auch in der Arbeit des Bündnisses einen wichtigen Stellenwert einnehmen. Zukünftige Strate- gien zur Verbesserung der Situation, insbesondere von kinderreichen Familien, sind die so genannte Spielleitplanung, die Vermeidung von und Vermittlung bei Konflikten im Haus sowie Planung und Bau großer Wohnungen für und ihre Vermietung an Familien mit mehreren Kindern. In diesem Jahr werden die Kinderaktionstage im September sich mit dem Thema ‚Familie’ befassen, um zu einer Stärkung von Familien, zur Verbesserung ihrer Le- bensbedingungen und zur Verbreitung des Bündnisses für Familie beizutragen. Im Rahmen der Kinderaktionstage sind zwei Veranstaltungen beziehungsweise Aktio- nen geplant, die diese Anliegen besonders unterstreichen. Zum einen wird es eine Ausstellung mit Bildern von Kindern über ihre Familien geben. Mädchen und Jungen erhalten so die Gelegenheit, ihre Familie mit ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden beziehungsweise ihrer Vielfältigkeit, etwa aufgrund der Zusammensetzung, Herkunft, Größe und sozialen Lage, vorzustel- len. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 von 3 Die Arbeitsgemeinschaft Kinder in Karlsruhe (KiK) wird auch in diesem Jahr ei- nen Kinderfreundlichkeitspreis vergeben. Dies wird im Rahmen des neu gegrün- deten Bündnisses für Familie geschehen. Für die Bewertung der vorgeschlage- nen Personen, Einrichtungen und Unternehmen liegen Kriterien vor, die in Zu- sammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen entwickelt wurden. Stellungnahme Dem Selbstverständnis des Bündnisses für Familie nach stehen alle Familien im Mit- telpunkt des Engagements. Besonders in der Anfangsphase sollte keine Gruppe be- sonders herausgegriffen werden, um niemanden auszuschließen. Aufgrund der geplanten und zum Teil schon vorbereiteten Aktivitäten im Rahmen der Kinderaktionstage würde ein zusätzlicher Wettbewerb aller Wahrscheinlichkeit nach zu Irritationen und Verwechslungen führen. Wie in dem Antrag angesprochen, gibt es kaum Initiativen, die sich primär an kin- derreiche Familien wenden. So ist zu erwarten, dass sich nur wenige Unternehmen und Institutionen bewerben beziehungsweise allgemeine Aktivitäten mit Verweis auf kinderreiche Familien herausgestrichen werden. Aus diesen Gründen ist es nicht sinnvoll, dass die Koordinatorin des Lokalen Bünd- nisses für Familie einen Wettbewerb zur Auszeichnung der besten Angebote für kin- derreiche Familien vorbereitet. Es besteht aber die Möglichkeit, der Arbeitsgemeinschaft KiK vorzuschlagen, bei der Ausschreibung für den Kin- derfreundlichkeitspreis das Kriterium Familiengröße aufzunehmen sowie beim Konsolidierungstreffen des Bündnisses für Familie am 22. Mai 2006 den Beteiligten die Möglichkeit zu geben, die Idee aufzugreifen.
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23. ÖFFENTLICHE PLENARSITZUNG DES GEMEINDERATES AM 9. MAI 2006 Vorlage Nr. 675 ANTRAG Zu TOP 28 ------------------------------------------ A N T R A G der Stadträtinnen Doris Baitinger, Gisela Fischer, Angela Geiger und Heike Backes (SPD) sowie der SPD-Gemeinderatsfraktion vom 5. April 2006 Auszeichnung der besten Angebote in Karlsruhe für kinderreiche Familien 1. Das Kinderbüro – Koordination Lokales Bündnis für Familien – entwickelt Kriterien für einen auf Karlsruher Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und die lokale Wohnungswirtschaft ausgerichteten Wettbewerb mit dem Ziel, die besten Angebote für kinderreiche Familien auszuzeichnen. 2. Bei der Vorbereitung des Wettbewerbs ist das Kinderbüro z. B. vom Stadtmarketing zu unterstützen. Sachverhalt/Begründung: In den letzten Jahren haben etliche Unternehmen bestehende Angebote für kinderreiche Familien aus ihrem Programm genommen (Beispiel: Deutsche Bahn AG). Meist wird – wenn überhaupt ein Familienangebot gemacht wird – dieses Angebot allein an einem Vierpersonenhaushalt ausgerichtet. Die große Familie gibt es (fast) nicht mehr in der Welt der Werbung. Sie wird damit auch aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt. Dieser eingeschränkten Sichtweise entgegenzuwirken soll Ziel dieser Wettbewerbskampagne sein. Große Familien stehen hier im Mittelpunkt und werden gefördert. Junge Familien müssen spüren und erfahren, in dieser Stadt sind Kinder willkommen und kinderreiche Familien werden in vielfältiger Weise unterstützt. gez. Doris Baitinger gez. Gisela Fischer gez. Angela Geiger gez. Heike Backes Hauptamt - Sitzungsdienste - 27. April 2006 Stellungnahme: