Antrag GRÜNE: Museumspädagogisches Angebot in der Städtischen Galerie
| Vorlage: | 16752 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 27.01.2006 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
20. ÖFFENTLICHE PLENARSITZUNG DES GEMEINDERATES AM 24. JANUAR 2006 Vorlage Nr. 527 ANTRAG Zu TOP 17 ------------------------------------------ A N T R A G der Stadträtinnen Dr. Gisela Splett und Anne Segor (GRÜNE) sowie der GRÜNE- Gemeinderatsfraktion vom 2. Dezember 2005 Museumspädagogisches Angebot in der Städtischen Galerie Um die pädagogische Arbeit der Städtischen Galerie und damit die Wahrnehmung des Museums in der Öffentlichkeit zu verstärken, werden folgende Maßnahmen in Angriff genommen: 1. Das museumspädagogische Angebot der Städtischen Galerie mit Angeboten für Kinder und Jugendliche (Führungen, Workshops, Kurse etc.) wird durch Einrichtung einer wissenschaftlichen Stelle ausgebaut. 2. Außerdem sollte innerhalb der drei Institutionen - Städtische Galerie, MNK, ZKM - verwaltungstechnisch geklärt werden, ob Kooperation auf dem Gebiet der Museumspädagogik möglich ist. 3. Es wird ein Kindermuseumsführer entwickelt, mit dessen Hilfe sich Kinder möglichst selbsttätig die verschiedenen Werkgruppen erschließen können. Sachverhalt/Begründung: Das Landesmuseum verfügt über ausgezeichnete museumspädagogische Angebote und gute Kindermuseumsführer, die jeweils thematisch bestimmten Ausstellungsbereichen zugeordnet sind (z. B. Türkenbeute) und mit deren Hilfe sich Kinder spielerisch geschichtliche Zusammenhänge erschließen können. Auch im MNK und ZKM gibt es gute museumspädagogische Angebote, wie Führungen für Lehrer/-innen und Schüler/-innen, Kurse und Workshops. Die Städtische Galerie, die genauso wie die genannten Nachbarinstitutionen über hervorragende Kunstwerke verfügt, kann aufgrund deutlich geringerer Personalausstattung keine entsprechenden museumspädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche machen. Ebenso sucht man bei den Publikationen des Museums vergeblich nach Kindermuseumsführern, wie sie in vergleichbaren Karlsruher Landeseinrichtungen selbstverständlich sind. Da für die direkte museumspädagogische Arbeit nur eine Drittelstelle zur Verfügung steht, muss sich die Städtische Galerie sinnvoller Weise hauptsächlich auf Kurse und Workshops für Multiplikator/-innen beschränken. Wenn das Museum, neben MNK und ZKM, die ihm inhaltlich zukommende Bedeutung behalten und ausbauen will, ist allerdings ein den anderen Institutionen vergleichbares pädagogisches Angebot, wie Führungen, Workshops, Kurse etc, auch für junge Besucher/-innen, dringend notwendig. Die Städtische Galerie besitzt nicht nur aufgrund der inhaltlichen Ausrichtung ihrer Kunstsammlung (Kunst des 20. Jahrhunderts, Karlsruher Künstler) unter den Karlsruher Kulturinstitutionen ein Alleinstellungsmerkmal. Außerdem verfolgt die Galerie den Ansatz, nicht nur die Produktionen der bildenden Kunst zu sammeln und thematisch geordnet auszustellen, sondern sie auch in den entsprechenden geschichtlichen Zusammenhang einzufügen und sie Produktionen anderer Kunstsparten, wie Musik und Literatur gegenüberzustellen. Damit unterscheidet sie sich von sämtlichen anderen Karlsruher Einrichtungen. Ein museumspädagogisches Angebot wäre von daher als Bereicherung und Vervollständigung und keineswegs als Konkurrenz zu anderen Institutionen zu sehen. Um die eigenständige Auseinandersetzung von Kindern und Jugendlichen mit Kunstproduktionen zu entwickeln und zu fördern, ist neben den erwähnten Kursen, Workshops und Führungen, ein Kindermuseumsführer wichtig, der auf einzelne Werkgruppen Bezug nimmt und Eltern und Kindern die Möglichkeit gibt, sich Werkgruppen oder Themen zu erschließen. Auch für Karlsruher Schulen ist das Museum aufgrund der Ausrichtung seiner Sammlung interessant: mit den spezifischen Schwerpunkten Landschaft und Natur und Musik, Kunst und Literatur stellt die Städtische Galerie Zusammenhänge zwischen verschiedenen Kunstsparten und Wissenschaftsbereichen her. Auch die neuen Lehrpläne der Oberstufe wollen mit ihrer Forderung nach fächerübergreifender Projektarbeit die Vermittlung isolierten Fachwissens überwinden. In diesem Zusammenhang könnte die Städtische Galerie ein wichtiger Kooperationspartner für Schulen in Karlsruhe sein. Kinder und Jugendliche haben, wenn ihnen die Gelegenheit geboten wird, einen sehr direkten Zugang zu Kunstproduktionen. Dies gilt es - besonders vor der Übermacht des Fernsehens - zu entwickeln und zu verstärken. gez. Dr. Gisela Splett gez. Anne Segor Hauptamt - Sitzungsdienste - 11. Januar 2006
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Extrahierter Text
Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 02.12.2005 eingegangen 02.12.2005 20. Sitzung des Gemeinderates am 24.01.2006 TOP 17 Vorlage Nr. 527 Öffentlich Nichtöffentlich verantwortlich Dez. 5 Museumspädagogisches Angebot in der Städtischen Galerie Stellungnahme des Bürgermeisteramtes – Kurzfassung - Aus Sicht der Leitung der Städtischen Galerie wäre es wünschenswert, auch in der Städtischen Galerie museumspädagogische Aktivitäten anzubieten. Die notwendigen Aktivitäten sind aber mit dem vorhandenen Personalstamm nicht zu leisten. Das Bürgermeisteramt schlägt vor, den Antrag zur vertiefenden Diskussion in den zuständigen Kulturausschuss zu überweisen. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belas- tung (Folgekosten mit kal- kulatorischen Kosten ab- zügl. Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Formatänderungen der Wordvorlage sind nicht zulässi g ! Stadt Karlsruhe – Hauptamt: Stellungnahme des BMA – Antrag Fassung: Juni 2005; Intranet RHIN: Formulare/Gemein derat Ergänzende Erläuterungen Seite 2 von 2 Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe verfügt bereits seit etwa 30 Jahren über eine eigene museumspädagogische Abteilung mit fest angestellten sowie freien Kräften. Zielgruppen sind vor allem Kinder im Vor- und Grundschulalter. Entsprechende Angebote gibt es auch im ZKM/MNK. Vor diesem Hintergrund wäre die Einrichtung eines museumspädagogischen Angebots auch in der Städtischen Galerie zwar wünschenswert, aber im Hinblick auf die finanzielle Lage der Stadt Karlsruhe zur Zeit nicht finanzierbar. Das Bürgermeisteramt schlägt daher vor, den Antrag zunächst in den zuständigen Kultur- ausschuss zu verweisen, der sich nach den Ergebnissen der Klausurtagung ohnehin mit den Schwerpunkten der künftigen Kulturförderung auseinandersetzen wird.