Anfrage GRÜNE: Lehrstellensituation in Karlsruhe
| Vorlage: | 16589 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 25.11.2005 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Durlach |
Beratungen
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
Anfrage Stadträtin Anne Segor (GRÜNE) Stadtrat Klaus Stapf (GRÜNE) Vom: 27.09.2005 Eingegangen: 27.09.2005 18. Sitzung des Gemeinderates am 22.11.2005 TOP 18 Vorlage Nr. 465 Öffentlich Nichtöffentlich verantwortlich: ------ Lehrstellensituation in Karlsruhe Stellungnahme des Bürgermeisteramtes: Informationen zur Beantwortung der Anfrage stehen der Stadt Karlsruhe nicht zur Verfü- gung. Dazu notwendig wäre eine groß angelegte Erhebung von Datenmaterial über Schu- len, Arbeitsagentur, Handwerkskammern und Betriebe. Es kann deshalb nur auf die Er- kenntnisse der Stadt Karlsruhe als Ausbildungsbetrieb eingegangen werden. 1 a) Die zur Beantwortung dieser Teilfrage erforderlichen Daten liegen derzeit noch nicht vor, mit ihnen ist ca. Mitte Dezember 2005 zu rechnen. Im übrigen wird bei der amtlichen Schul- statistik lediglich nach deutschen Schülerinnen und Schülern sowie ausländischen Schüle- rinnen und Schülern differenziert. Insofern kann die Frage nach dem Migrationshintergrund nicht beantwortet werden. Die nachfolgenden Daten beziehen sich auf das Ende des Schul- jahres 2003/04. Stadt Karlsruhe – Hauptamt: Stellungnahme des BMA – Anfrage Fassung: Juni 2005; Intranet RHIN: Formulare/Gemeinderat Formatänderungen der Wordvorlage sind nicht zu lässig ! Ergänzende Erläuterungen: Seite 2 von 4 1 c) Das Problem der fehlenden Ausbildungsreife hat sich für die Stadt Karlsruhe bei der Vorauswahl noch nicht gestellt. Die Entscheidung erfolgt in erster Linie auf der Grundlage von Zeugnisnoten und dem persönlichen Eindruck als Ergebnis eines Vorstellungsgesprächs. Aufgrund der hohen Zahl von Bewerbungen muss die Ent- scheidung, wer eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhält, auf Basis der vorliegenden Bewerbungsunterlagen erfolgen. Hauptkriterium sind dabei die Schul- noten. Abhängig vom Verhältnis der Zahl der zu besetzenden Stellen und der für das jeweilige Berufsbild vorliegenden Bewerbungen ergibt sich dadurch bereits eine Vor- selektion, die es nur 30 - 60 % der Bewerberinnen und Bewerber ermöglicht, sich mit einem guten Eindruck in der persönlichen Vorstellung für eine Einstellung zu emp- fehlen. Die Fragestellung könnte deshalb nur von Schulen und Arbeitsagenturen be- antwortet werden. 2 b) Eine umfassende Aussage zu Schulabsolventen der Vorjahre ohne Lehrstelle und ihrer weiteren Entwicklung kann die Stadt Karlsruhe nicht machen. Dies ist nur über die Berufsberatung der Agentur für Arbeit zu erhalten. Für die im Rahmen der Arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit durch die AFB betreuten Schulen mit Berufsvorbereitungsjahr in Karlsruhe lässt sich jedoch seit Schuljahr 2002/2003 eine deutliche Steigerung der Schülerzahlen an den drei staat- lichen Schulen mit Berufsvorbereitungsjahr erkennen. Waren im BVJ an Carl-Hofer- Schule, Elisabeth-Selbert-Schule und Gewerbeschule Durlach in den Schuljahren bis einschließlich 2001/2002 in der Summe rund 400 BVJ-Schülerinnen und BVJ- Schüler zu verzeichnen, hat sich die Gesamtzahl in den folgenden Schuljahren auf ca. 500 bis 550 Schülerinnen und Schüler erhöht. Hinzu kommt, dass seit Schuljahr 2004/2005 der IB als staatlich anerkannte Privatschule das Angebot BVJ vorhält. Der Anteil aus dem BVJ heraus in Ausbildung vermittelter Schülerinnen und Schüler ist parallel zum Anstieg der Schülerzahlen von vorher durchschnittlich 40 % auf durchschnittlich 25 % abgesunken. Ergänzende Erläuterungen: Seite 3 von 4 3 b) Die Gesamtzahl der schulischen Aus- und Weiterbildungsprogramme und die damit verbundenen Kosten für die Stadt Karlsruhe liegen der Stadt nicht vor. Für das Pro- jekt „Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit im Berufsvorbereitungsjahr" werden von den AFB aktuell 4,5 Stellen vorgehalten. Diese werden teilweise durch Landes- förderprogramme bzw. den Europäischen Sozialfonds kofinanziert. 3 c) Die Stadt Karlsruhe stellt zusammen mit den städtischen Gesellschaften in 33 Aus- bildungsberufen insgesamt 214 Ausbildungsplätze zur Verfügung. 89 dieser Plätze sind über Bedarf. Die Stadt Karlsruhe setzt damit die bereits in den vergangenen Jahren geübte Praxis fort, mit zusätzlichen Ausbildungsplätzen die bestehende Lehrstellensituation im Rahmen der Möglichkeiten zu verbessern. 3 d) Die Stadt Karlsruhe unterstützt alle Aktivitäten zur Förderung von Ausbildungsange- boten durch Handwerkskammern, Arbeitsagentur und sonstige Einrichtungen aktiv durch - Schnupperpraktika - Informationsangebote am Girls Day - Mitwirkung an Informationsveranstaltungen in Schulen, Handwerkskammern und Arbeitsagentur. Beispielhaft ist hier zu nennen der am 16. Oktober 2005 durchge- führte Regionaltag der TechnologieRegion mit dem Schwerpunkt Ausbildung, der unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Stadt Karlsruhe mit meh- reren Veranstaltungen in Karlsruhe stattfand. 4 a) Ergänzende Erläuterungen: Seite 4 von 4 Die Angebote der Arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit der AFB – Arbeitsförde- rungsbetriebe gGmbH erfolgen in enger Kooperation mit der Agentur für Arbeit, den Kammern, der Kreishandwerkerschaft, der Sozial- und Jugendbehörde sowie dem Schul- und Sportamt der Stadt Karlsruhe. Auch das Projekt „AIKA" (Ausbildung International Karlsruhe) der AFB gGmbH wird in Kooperation mit der Agentur für Arbeit und den Kammern durchgeführt. Im ESF - Arbeitskreis der Stadt Karlsruhe (Geschäftsstelle bei den AFB – Arbeitsför- derungsbetrieben) sind neben Vertretern der Stadt Karlsruhe (Vorsitzender Herr Bürgermeister Harald Denecken, Frauenbeauftragte, Wirtschaftsförderung, ARGE) die Agentur für Arbeit, die Kammern und die Liga der Wohlfahrtsverbände sowie die Arbeitsgemeinschaft der Fortbildungsträger als stimmberechtigte bzw. beratende Mitglieder vertreten. Dieser Arbeitskreis ist für die Empfehlung von ESF - Förderan- trägen gegenüber der L-Bank und damit für die regionale arbeitsmarktpolitische Ziel- setzung in Bezug auf den Einsatz der ESF - Fördermittel verantwortlich. Die Karlsruher Pädagogikoffensive stellt ein weiteres Kooperationsinstrument zwi- schen Jugendhilfe und Schule dar. Gegründet vor der Verwaltungsstrukturreform des Landes Baden-Württemberg war und ist Zielsetzung, pädagogische Ansätze gemeinsam zu entwickeln, nicht jedoch die gezielte Vermittlung von benachteiligten Jugendlichen. 4 b) An überbetrieblichen Verbundstrukturen bzw. Ausbildungsverbünden sind derzeit bekannt: - Überbetriebliche Ausbildungsangebote des Internationalen Bundes IB - Ausbildungsverbund p.f.i.v. - Partner für Ausbilden im Verbund (Lehrerinitiative zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze) 5) Sollte die Stadtverwaltung die in der Anfrage im Übrigen gewünschten Daten ermit- teln, so wird sie die gemeinderätlichen Gremien in geeigneter Weise informieren.
-
Extrahierter Text
Anfrage Stadträtin Anne Segor (GRÜNE) Stadtrat Klaus Stapf (GRÜNE) Vom: 27.09.2005 Eingegangen: 27.09.2005 18. Sitzung des Gemeinderates am 22.11.2005 TOP 18 Vorlage Nr. 465 Öffentlich Nichtöffentlich verantwortlich: ------ Lehrstellensituation in Karlsruhe Stellungnahme des Bürgermeisteramtes: Informationen zur Beantwortung der Anfrage stehen der Stadt Karlsruhe nicht zur Verfü- gung. Dazu notwendig wäre eine groß angelegte Erhebung von Datenmaterial über Schu- len, Arbeitsagentur, Handwerkskammern und Betriebe. Es kann deshalb nur auf die Er- kenntnisse der Stadt Karlsruhe als Ausbildungsbetrieb eingegangen werden. 1 a) Die zur Beantwortung dieser Teilfrage erforderlichen Daten liegen derzeit noch nicht vor, mit ihnen ist ca. Mitte Dezember 2005 zu rechnen. Im übrigen wird bei der amtlichen Schul- statistik lediglich nach deutschen Schülerinnen und Schülern sowie ausländischen Schüle- rinnen und Schülern differenziert. Insofern kann die Frage nach dem Migrationshintergrund nicht beantwortet werden. Die nachfolgenden Daten beziehen sich auf das Ende des Schul- jahres 2003/04. Stadt Karlsruhe – Hauptamt: Stellungnahme des BMA – Anfrage Fassung: Juni 2005; Intranet RHIN: Formulare/Gemeinderat Formatänderungen der Wordvorlage sind nicht zu lässig ! Ergänzende Erläuterungen: Seite 2 von 4 1 c) Das Problem der fehlenden Ausbildungsreife hat sich für die Stadt Karlsruhe bei der Vorauswahl noch nicht gestellt. Die Entscheidung erfolgt in erster Linie auf der Grundlage von Zeugnisnoten und dem persönlichen Eindruck als Ergebnis eines Vorstellungsgesprächs. Aufgrund der hohen Zahl von Bewerbungen muss die Ent- scheidung, wer eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch erhält, auf Basis der vorliegenden Bewerbungsunterlagen erfolgen. Hauptkriterium sind dabei die Schul- noten. Abhängig vom Verhältnis der Zahl der zu besetzenden Stellen und der für das jeweilige Berufsbild vorliegenden Bewerbungen ergibt sich dadurch bereits eine Vor- selektion, die es nur 30 - 60 % der Bewerberinnen und Bewerber ermöglicht, sich mit einem guten Eindruck in der persönlichen Vorstellung für eine Einstellung zu emp- fehlen. Die Fragestellung könnte deshalb nur von Schulen und Arbeitsagenturen be- antwortet werden. 2 b) Eine umfassende Aussage zu Schulabsolventen der Vorjahre ohne Lehrstelle und ihrer weiteren Entwicklung kann die Stadt Karlsruhe nicht machen. Dies ist nur über die Berufsberatung der Agentur für Arbeit zu erhalten. Für die im Rahmen der Arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit durch die AFB betreuten Schulen mit Berufsvorbereitungsjahr in Karlsruhe lässt sich jedoch seit Schuljahr 2002/2003 eine deutliche Steigerung der Schülerzahlen an den drei staat- lichen Schulen mit Berufsvorbereitungsjahr erkennen. Waren im BVJ an Carl-Hofer- Schule, Elisabeth-Selbert-Schule und Gewerbeschule Durlach in den Schuljahren bis einschließlich 2001/2002 in der Summe rund 400 BVJ-Schülerinnen und BVJ- Schüler zu verzeichnen, hat sich die Gesamtzahl in den folgenden Schuljahren auf ca. 500 bis 550 Schülerinnen und Schüler erhöht. Hinzu kommt, dass seit Schuljahr 2004/2005 der IB als staatlich anerkannte Privatschule das Angebot BVJ vorhält. Der Anteil aus dem BVJ heraus in Ausbildung vermittelter Schülerinnen und Schüler ist parallel zum Anstieg der Schülerzahlen von vorher durchschnittlich 40 % auf durchschnittlich 25 % abgesunken. Ergänzende Erläuterungen: Seite 3 von 4 3 b) Die Gesamtzahl der schulischen Aus- und Weiterbildungsprogramme und die damit verbundenen Kosten für die Stadt Karlsruhe liegen der Stadt nicht vor. Für das Pro- jekt „Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit im Berufsvorbereitungsjahr" werden von den AFB aktuell 4,5 Stellen vorgehalten. Diese werden teilweise durch Landes- förderprogramme bzw. den Europäischen Sozialfonds kofinanziert. 3 c) Die Stadt Karlsruhe stellt zusammen mit den städtischen Gesellschaften in 33 Aus- bildungsberufen insgesamt 214 Ausbildungsplätze zur Verfügung. 89 dieser Plätze sind über Bedarf. Die Stadt Karlsruhe setzt damit die bereits in den vergangenen Jahren geübte Praxis fort, mit zusätzlichen Ausbildungsplätzen die bestehende Lehrstellensituation im Rahmen der Möglichkeiten zu verbessern. 3 d) Die Stadt Karlsruhe unterstützt alle Aktivitäten zur Förderung von Ausbildungsange- boten durch Handwerkskammern, Arbeitsagentur und sonstige Einrichtungen aktiv durch - Schnupperpraktika - Informationsangebote am Girls Day - Mitwirkung an Informationsveranstaltungen in Schulen, Handwerkskammern und Arbeitsagentur. Beispielhaft ist hier zu nennen der am 16. Oktober 2005 durchge- führte Regionaltag der TechnologieRegion mit dem Schwerpunkt Ausbildung, der unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Stadt Karlsruhe mit meh- reren Veranstaltungen in Karlsruhe stattfand. 4 a) Ergänzende Erläuterungen: Seite 4 von 4 Die Angebote der Arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit der AFB – Arbeitsförde- rungsbetriebe gGmbH erfolgen in enger Kooperation mit der Agentur für Arbeit, den Kammern, der Kreishandwerkerschaft, der Sozial- und Jugendbehörde sowie dem Schul- und Sportamt der Stadt Karlsruhe. Auch das Projekt „AIKA" (Ausbildung International Karlsruhe) der AFB gGmbH wird in Kooperation mit der Agentur für Arbeit und den Kammern durchgeführt. Im ESF - Arbeitskreis der Stadt Karlsruhe (Geschäftsstelle bei den AFB – Arbeitsför- derungsbetrieben) sind neben Vertretern der Stadt Karlsruhe (Vorsitzender Herr Bürgermeister Harald Denecken, Frauenbeauftragte, Wirtschaftsförderung, ARGE) die Agentur für Arbeit, die Kammern und die Liga der Wohlfahrtsverbände sowie die Arbeitsgemeinschaft der Fortbildungsträger als stimmberechtigte bzw. beratende Mitglieder vertreten. Dieser Arbeitskreis ist für die Empfehlung von ESF - Förderan- trägen gegenüber der L-Bank und damit für die regionale arbeitsmarktpolitische Ziel- setzung in Bezug auf den Einsatz der ESF - Fördermittel verantwortlich. Die Karlsruher Pädagogikoffensive stellt ein weiteres Kooperationsinstrument zwi- schen Jugendhilfe und Schule dar. Gegründet vor der Verwaltungsstrukturreform des Landes Baden-Württemberg war und ist Zielsetzung, pädagogische Ansätze gemeinsam zu entwickeln, nicht jedoch die gezielte Vermittlung von benachteiligten Jugendlichen. 4 b) An überbetrieblichen Verbundstrukturen bzw. Ausbildungsverbünden sind derzeit bekannt: - Überbetriebliche Ausbildungsangebote des Internationalen Bundes IB - Ausbildungsverbund p.f.i.v. - Partner für Ausbilden im Verbund (Lehrerinitiative zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze) 5) Sollte die Stadtverwaltung die in der Anfrage im Übrigen gewünschten Daten ermit- teln, so wird sie die gemeinderätlichen Gremien in geeigneter Weise informieren.
-
Extrahierter Text
18. ÖFFENTLICHE PLENARSITZUNG DES GEMEINDERATES AM 22. NOVEMBER 2005 Vorlage Nr. 465 ANFRAGE Zu TOP 18 ------------------------------------------ A N F R A G E der Stadträtin Anne Segor und des Stadtrats Klaus Stapf (GRÜNE) vom 27. September 2005 Lehrstellensituation in Karlsruhe Anfrage: 1. Ausbildungsreife a) Wie viele Schüler/-innen gehen in diesem Jahr ohne Abschluss von der Schule? (aufgegliedert nach Geschlechtern und Migrationshintergrund) b) Wie viele Schüler/-innen mit einem Schulabschluss werden von Betrieben nach entsprechenden Eingangstests als nicht ausbildungstauglich eingeschätzt? Ablehnungsgründe? Hier interessiert uns besonders die Entwicklung im Vergleich zu den Vorjahren. c) Wie viele Schüler/-innen wurden von den Betrieben der Stadtverwaltung selbst als nicht ausbildungsreif eingeschätzt? Ablehnungsgründe? Wie ist die Entwicklungstendenz im Vergleich zu den Vorjahren? d) Gibt es für nicht ausbildungsreif eingeschätzte Jugendliche gezielte Angebote, um die festgestellten Defizite zu beheben? Werden diese aktiv angeboten? e) Gibt es in Karlsruhe - zur Erhöhung der betrieblichen Ausbildungswilligkeit - ausbildungsbegleitende Hilfen, die die Betriebe z. B. bei schulischen Problemen der Azubis und bei Erziehungsaufgaben während der Ausbildungszeit unterstützen und beraten? - Wie werden diese den Betrieben angeboten? 2. Altbewerber/-innen a) Wie viele Schulabsolventen der Vorjahre ohne Lehrstelle (Altbewerber/-innen) suchen in diesem Jahr wieder einen Ausbildungsplatz? (aufgegliedert nach Wartezeit, Schulabschluss, Geschlecht, mit/ohne Migrationshintergrund, Handicaps) b) Welche Qualifizierungsmaßnahmen oder weiterführenden schulischen Angebote haben sie durchlaufen? Wie ist dabei die Erfolgsquote? c) Wie viele Personen aus dieser Gruppe haben die Wartezeit mit Jobs überbrückt? d) Wie viele haben sich arbeitslos gemeldet? e) Wie viele Altbewerber/-innen sind zum Zeitpunkt der Anfrage noch immer ohne Ausbildungsplatz? 3. Maßnahmen der Kommune und der Schulen in Karlsruhe: a) Wie viele Jugendliche werden voraussichtlich in schulischen Aus- und Weiterbildungsprogrammen untergebracht? Wie viele werden abgelehnt? b) Welche Kosten verursachen diese Maßnahmen der Kommune? c) Hat die Stadtverwaltung ihr Ausbildungsplatzangebot bezogen auf die einzelnen Ausbildungsberufe in diesem Jahr ausgeweitet oder eingeschränkt? d) Unterstützt die Stadtverwaltung die IHK und die Handwerkskammer, um Betriebe im Stadtgebiet für den Ausbildungspakt zu gewinnen? 4. Ausbildungsstrukturen: a) Welche Kooperationen gibt es zwischen Wirtschaftsförderung, Sozial- und Jugend- sowie Schul- und Sportamt der Stadt und der Arbeitsagentur zur Vermittlung von benachteiligten Jugendlichen mit/ohne Migrationshintergrund? b) Welche überbetrieblichen Verbundstrukturen/Ausbildungsverbünde sind der Stadtverwaltung bekannt? c) Gibt es Überlegungen oder Maßnahmen der Stadtverwaltung (z. B. in Zusammenarbeit von Wirtschaftsförderung, Jugend- und Schulamt), Ausbildungsverbünde zwischen geeigneten Firmen im Stadtgebiet anzuregen bzw. die Stadt Karlsruhe und städtische Gesellschaften an Ausbildungsverbünden zu beteiligen? 5. Wann wird die Stadtverwaltung über diesen Themenkomplex sowie insbesondere über die Maßnahmen, die notwendig sind, um allen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz anzubieten, in den zuständigen Ausschüssen berichten? Sachverhalt/Begründung: Ende Juli teilte der Verwaltungsausschuss der Arbeitsagentur Karlsruhe mit, dass die Situation auf dem Lehrstellenmarkt insgesamt ungünstig aussieht: es sind bei der Arbeitsagentur 7 % mehr Bewerber und 11 % weniger Stellenangebote als im Vorjahr gemeldet. Um eventuellen Handlungsbedarf seitens der Stadt abschätzen zu können, halten wir genauere Informationen für erforderlich, wie sich die Lage für Schulabsolventen der verschiedenen Schulstufen, besonders für benachteiligte Jugendliche mit Migrationshintergrund, Jugendliche mit mangelnder Ausbildungsreife und für Jugendliche mit Handicaps darstellt. gez. Anne Segor gez. Klaus Stapf Hauptamt - Sitzungsdienste - 11. November 2005 Stellungnahme: