Antrag SPD: Kindergarten Hohenwettersbach

Vorlage: 16587
Art: Beschlussvorlage
Datum: 25.11.2005
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Hohenwettersbach

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 22.11.2005

    TOP: 17.1

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • TOP17
    Extrahierter Text

    Antrag SPD-Gemeinderatsfraktion vom 07.11.2005 eingegangen am 07.11.2005 Anfrage Stadtrat Wolfram Jäger (CDU) Stadträtin Bettina Meier-Augenstein (CDU) vom 17.10.2005 eingegangen am 20.10.2005 18. Sitzung des Gemeinderates am 22.11.2005 TOP17 a) + b) Vorlage Nr. 463/464 Öffentlich x Nichtöffentlich verantwortlich Dez. 4 Kindergarten Hohenwettersbach Stellungnahme des Bürgermeisteramtes - Kurzfassung - Bei der Erstellung, Beschaffung oder Anmietung von Kindertagesstätten, Schulräumen, etc., ist der Schutz vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen ein wesentlicher Bestand- teil aller Handlungen von Bürgermeisteramt und städtischen Fachämtern. Die Einhaltung der VOB, der DIN-Normen und der Richtlinien der Unfallkasse Baden- Württemberg sind stets Vereinbarungsgegenstand, ebenso die Richtlinien des Ministe- riums für Arbeit, Familie, Gesundheit und Sozialordnung des Landes Baden- Württemberg über die räumliche Ausstattung nach dem Kindergartengesetz von 1988. Zunächst gibt es keine Unterschiede zwischen konventioneller, Raumzellen- oder Con- tainerbauweise; entscheidend für Beeinträchtigungen oder Belastungen sind die ver- wendeten Materialien, deren Verarbeitungen oder Veränderungen auf Grund geänder- ter Zustände etc. Finanzielle Auswirkungenneinja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belas- tung (Folgekosten mit kal- kulatorischen Kosten ab- zügl. Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung.Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO)neinjadurchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaftenneinjaabgestimmt mit F o r m a t ä n d e r u n g e n d e r W o r d v o r l a g e s i n d n i c h t z u l ä s s i g ! S t a d t K a r l s r u h e – H a u p t a m t : S t e l l u n g n a h m e d e s B M A – A n t r a g F a s s u n g : J u n i 2 0 0 5 ; I n t r a n e t R H I N : F o r m u l a r e / G e m e i n d e r a t Ergänzende Erläuterungen:Seite 2 von 3 In den vergangenen Jahren wurden dann systematisch Untersuchungen durchge- führt, wenn Warnhinweise aus Forschung, Medizin, etc. oder einsetzende Nutzerbe- schwerden vorlagen. Bei einigen dieser Einwände (z. B. Geruchsbelästigungen, Schimmel- und Sporenproblemen, etc.) wurden daher Messungen initiiert. In vielen Fällen war hierbei analytisch nichts nachweisbar; ergab sich Handlungsbedarf, wur- de entsprechend saniert. So wurden beispielsweise bei Dehnungsfugen in Beton (PCB-Problematik), Holz mit vorwiegend dunklem Holzschutz (Pentachlorphenol), Spanplatten (Formaldehyd), Bodenbelägen mit PAK-kontaminiertem Kleber, etc. Maßnahmen notwendig, durchgeführt und anschließend nochmals nachgemessen. Zu Ziffer 1 Antrag SPD: Bei 3 von insgesamt 6 Containern wurden auf Grund von Verdachtsmomenten Mes- sungen durchgeführt. In zwei Fällen waren die bisherigen Ergebnisse ohne kriti- schen Befund; bei einem weiteren Objekt stehen die Messergebnisse noch aus. Die restlichen 3 Container, bei denen bislang keine Reklamationen bekannt wurden, werden aktuell ebenfalls noch auf flüchtige organische Verbindungen (VOC) und Formaldehyd untersucht. Zu Ziffer 2 Antrag SPD und Anfrage CDU: Innerhalb der Stadtverwaltung wurde kein weiterer Kindergarten von der angespro- chenen Firma erstellt oder angemietet. Zu Ziffer 3 Antrag SPD: Bislang hat nur eine Übernahme des Mietobjektes stattgefunden. Eine förmliche Ab- nahme steht noch aus, da einerseits Restarbeiten aus einer Liste offener Punkte (LOP-Liste) anstehen und andererseits erforderliche technische Unterlagen (Eingang erst nach Inbetriebnahme, nicht in deutscher Sprache) noch nicht abschließend ge- prüft sind. Bei Inbetriebnahme bestand zunächst kein Anlass für Raumluftmessungen. Auslöser für eine Untersuchung war eine Medienberichterstattung über einen Problemfall in einer anderen Kommune. Ergänzende Erläuterungen:Seite 3 von 3 Zu Ziffer 4 Antrag SPD und Ziffern 1 und 3 Anfrage CDU: ßBei der ersten durchgeführten Messung wurden Überschreitungen der Grenzwer- te bei Formaldehyd und bei den flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) festgestellt, die aber nach Feststellung des Amtes für Umwelt- und Arbeitsschutz durch intensive Lüftungsmaßnahmen zunächst beherrschbar gewesen wären. Da dies aus der Sicht der Stadtverwaltung bei der gegenwärtig vorherrschenden Wit- terung und Kleinkindern ab 2 Jahren nicht zumutbar war und gleichzeitig auch kein Risiko eingegangen werden sollte, wurde eine Auslagerung des Kindergar- tenbetriebs beschlossen; eine zweite Messung durch ein anderes Institut wurde beauftragt und eine Materialprobe zur Überprüfung der Einhaltung der vorher er- wähnten Vertragskonditionen entnommen. Mit der Entscheidung des Austau- sches der Container haben sich weitere Messungen erübrigt. ßZunächst wurde die GW von der Sozial- und Jugendbehörde aufgefordert, einen Übergangskindergarten in Containerbauweise zu errichten bzw. anzumieten. Die Gebäudewirtschaft hat dann die Anforderungen in die Ausschreibung übernom- men, die Vergabe durchgeführt und einen Mietvertrag geschlossen. ßEs lagen sechs Bieterangebote vor; die Vergabe erfolgte nach den Regeln der VOB. Die Vorgehensweise zur Einhaltung von Normen etc. wurde in der Vorbe- merkung bereits erläutert. ßBei der Übernahme wurden Mängel erkannt und in einer LOP-Liste zusammen- gefasst. Einige davon wären aber in Teilen noch abzuarbeiten. ßKünftig werden in solchen Fällen Erklärungen zur Schadstofffreiheit bzw. Unbe- denklichkeit und die Benennung von Nach-Auftragsnehmern, Herstellern sowie Materialdaten lückenlos bereits bei Angebotsabgabe verlangt.

  • Antrag
    Extrahierter Text

    18. ÖFFENTLICHE PLENARSITZUNG DES GEMEINDERATES AM 22. NOVEMBER 2005 Vorlage Nr. 463 ANTRAG Zu TOP 17 a) ------------------------------------------ A N T R A G der Stadträtinnen Doris Baitinger, Elke Ernemann und Angela Geiger (SPD) sowie der SPD-Gemeinderatsfraktion vom 7. November 2005 Kindergarten Hohenwettersbach Die Schließung des Kindergartens Hohenwettersbach wegen Formaldehyd-Belastung wirft zahlreiche Fragen auf und gibt Anlass, Aktivitäten zum gesundheitlichen Schutz unserer Kinder zu ergreifen. Deshalb stellt die SPD-Fraktion folgenden Antrag mit der Bitte um Behandlung in der nächsten öffentlichen Gemeinderatssitzung: 1. Es werden vorsorglich in allen Karlsruher Kindergärten und Schulen in Containerbauweise Messungen zur Luftbelastung durch Formaldehyd u.a. durchgeführt. 2. Die Stadtverwaltung informiert, ob es in Karlsruhe weitere Kindergärten gibt, die von der selben Firma gebaut worden sind wie der jetzt geschlossene Kindergarten in Hohenwettersbach. 3. Die Stadtverwaltung informiert, ob eine detaillierte technische Endabnahme durch die Stadt nach Herstellung stattgefunden hat. Wenn ja, durch welche Fachleute, wenn nein, warum nicht? 4. Darüber hinaus informiert die Stadtverwaltung  ob die Raumluft des Kindergartens und die Außenflächen neben Formaldehyd auch auf Asbestfasern, PCB und FCKW geprüft wurde;  welcher Dezernent und welche städtische Dienststelle für die Ausschreibung und die Vergabe bzw. den Mietvertrag des Kindergartens verantwortlich zeichnet;  wie viele Bieter es gegeben hat und von welchem Dezernat und welchen städtischen Dienststellen die Angebote, auch bezüglich der Einhaltung von Normen, geprüft wurde;  ob es zutrifft, dass in der Vergangenheit bauliche Mängel am Kindergarten zu häufigen Reparaturen geführt haben;  welche Vorkehrungen getroffen werden, um für die Zukunft auszuschließen, dass gesundheitliche Belastungen in Kindergärten und Schulen auftreten. gez. Doris Baitinger gez. Elke Ernemann gez. Angela Geiger Hauptamt - Sitzungsdienste - 11. November 2005