Antrag GRÜNE: Umfrage im Karlsruher Zoo
| Vorlage: | 16563 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 27.10.2005 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 27.09.2005 eingegangen 27.09.2005 17. Sitzung des Gemeinderates am 25.10.2005 TOP 22 Vorlage Nr. 435 Öffentlich Nichtöffentlich verantwortlich ------ Umfrage im Karlsruher Zoo Stellungnahme des Bürgermeisteramtes - Kurzfassung - Der Karlsruher Zoo bzw. der zoologische Stadtgarten ist eine der wichtigsten zentralen Einrichtungen Karlsruhes. Dies wurde z.B. in der Bürgerumfrage 1996 deutlich, als 77,6 % der befragten Karlsruherinnen und Karlsruher angaben, in den letzten zwei Jah- ren dort gewesen zu sein. Von diesen Besuchern gaben 87,1 % an, ihre Erfahrungen in Zoo und Stadtgarten seien gut gewesen. Im letzten Regionalmonitoring (2003) gaben 67,5 % der Regionsbewohner an, der zoologische Stadtgarten gehöre zu den Karlsru- her Einrichtungen, die sie im Laufe eines Jahres in Karlsruhe besuchen. Aus Besucher- untersuchungen liegen umseitige Erkenntnisse zu den Grundlinien in den Besucher- strukturen vor. Das Bürgermeisteramt ist deshalb der Ansicht, dass im Moment von einer Bürgerbefra- gung abgesehen werden kann. Finanzielle Auswirkungennein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belas- tung (Folgekosten mit kal- kulatorischen Kosten ab- zügl. Folgeerträge und Folgeeinsparungen) ca. 10.000 bis 13.000 Euro Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO)nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaftennein ja abgestimmt mit Formatänderungen der Wordvorlage sind nicht zulässig ! Stadt Karlsruhe – Hauptamt: Stellungnahme des BMA – Antrag Fassung: Juni 2005; Intranet RHIN: Formulare/Gemeinderat Ergänzende Erläuterungen Seite 2 von 2 Bei rund der Hälfte aller Besucher des Zoologischen Stadtgartens besteht gleiches Interesse sowohl am Zoo mit seinen Tieren als auch am Stadtgarten. Insgesamt ü- berwiegt aber das Interesse am Zoo mit seinen Tieren, da sich ein weiteres rundes Drittel der Besucher eindeutig stärker für den Zoo interessiert. Etwa ein Sechstel aller Besucher hat vorrangiges Interesse am Stadtgarten. Besucher bis 45 Jahre sowie Eltern/Großeltern mit Kindern bevorzugen den Zoo (Tierhäuser, Freigehege), ältere Besucher suchen stärker die Parkanlagen auf. Für auswärtige Besucher aus der Region steht der Zoo wesentlich stärker im Vordergrund als für die Karlsruher. Dies deckt sich mit der Erkenntnis, dass häufige Besucher die Parkanlagen bevor- zugen, während seltenere Besucher gezielt dem Zoo zustreben. Von einem Teil der Besucher wird die beengte Situation der Tierhaltung wahrgenommen. Die im Antrag aufgelisteten Fragen wären sicherlich bei einer aktuellen Besucherbe- fragung zu stellen. Es ist aber nach Lage der Dinge nicht davon auszugehen, dass eine Umfrage zum jetzigen Zeitpunkt Erkenntnisse liefern würde, die über den der- zeitigen Kenntnisstand hinausgehen. Für eine qualifizierte Besucherbefragung im Zoo/Stadtgarten müssten ca. 10.000 bis 13.000 Euro aufgewendet werden. Der Zeitpunkt einer solchen Umfrage wäre jahreszeitlich überaus ungünstig. Der Stadt- garten präsentiert sich in den kommenden Wochen mit fallenden Blättern und im Winterkleid. Der nächste geeignete Zeitpunkt wäre frühestens Mai 2006. Die Verwaltung schlägt deshalb vor, im Moment von einer Besucherbefragung in Zoo und Stadtgarten abzusehen.
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Extrahierter Text
Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 27.09.2005 eingegangen 27.09.2005 17. Sitzung des Gemeinderates am 25.10.2005 TOP 22 Vorlage Nr. 435 Öffentlich Nichtöffentlich verantwortlich ------ Umfrage im Karlsruher Zoo Stellungnahme des Bürgermeisteramtes - Kurzfassung - Der Karlsruher Zoo bzw. der zoologische Stadtgarten ist eine der wichtigsten zentralen Einrichtungen Karlsruhes. Dies wurde z.B. in der Bürgerumfrage 1996 deutlich, als 77,6 % der befragten Karlsruherinnen und Karlsruher angaben, in den letzten zwei Jah- ren dort gewesen zu sein. Von diesen Besuchern gaben 87,1 % an, ihre Erfahrungen in Zoo und Stadtgarten seien gut gewesen. Im letzten Regionalmonitoring (2003) gaben 67,5 % der Regionsbewohner an, der zoologische Stadtgarten gehöre zu den Karlsru- her Einrichtungen, die sie im Laufe eines Jahres in Karlsruhe besuchen. Aus Besucher- untersuchungen liegen umseitige Erkenntnisse zu den Grundlinien in den Besucher- strukturen vor. Das Bürgermeisteramt ist deshalb der Ansicht, dass im Moment von einer Bürgerbefra- gung abgesehen werden kann. Finanzielle Auswirkungennein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belas- tung (Folgekosten mit kal- kulatorischen Kosten ab- zügl. Folgeerträge und Folgeeinsparungen) ca. 10.000 bis 13.000 Euro Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO)nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaftennein ja abgestimmt mit Formatänderungen der Wordvorlage sind nicht zulässig ! Stadt Karlsruhe – Hauptamt: Stellungnahme des BMA – Antrag Fassung: Juni 2005; Intranet RHIN: Formulare/Gemeinderat Ergänzende Erläuterungen Seite 2 von 2 Bei rund der Hälfte aller Besucher des Zoologischen Stadtgartens besteht gleiches Interesse sowohl am Zoo mit seinen Tieren als auch am Stadtgarten. Insgesamt ü- berwiegt aber das Interesse am Zoo mit seinen Tieren, da sich ein weiteres rundes Drittel der Besucher eindeutig stärker für den Zoo interessiert. Etwa ein Sechstel aller Besucher hat vorrangiges Interesse am Stadtgarten. Besucher bis 45 Jahre sowie Eltern/Großeltern mit Kindern bevorzugen den Zoo (Tierhäuser, Freigehege), ältere Besucher suchen stärker die Parkanlagen auf. Für auswärtige Besucher aus der Region steht der Zoo wesentlich stärker im Vordergrund als für die Karlsruher. Dies deckt sich mit der Erkenntnis, dass häufige Besucher die Parkanlagen bevor- zugen, während seltenere Besucher gezielt dem Zoo zustreben. Von einem Teil der Besucher wird die beengte Situation der Tierhaltung wahrgenommen. Die im Antrag aufgelisteten Fragen wären sicherlich bei einer aktuellen Besucherbe- fragung zu stellen. Es ist aber nach Lage der Dinge nicht davon auszugehen, dass eine Umfrage zum jetzigen Zeitpunkt Erkenntnisse liefern würde, die über den der- zeitigen Kenntnisstand hinausgehen. Für eine qualifizierte Besucherbefragung im Zoo/Stadtgarten müssten ca. 10.000 bis 13.000 Euro aufgewendet werden. Der Zeitpunkt einer solchen Umfrage wäre jahreszeitlich überaus ungünstig. Der Stadt- garten präsentiert sich in den kommenden Wochen mit fallenden Blättern und im Winterkleid. Der nächste geeignete Zeitpunkt wäre frühestens Mai 2006. Die Verwaltung schlägt deshalb vor, im Moment von einer Besucherbefragung in Zoo und Stadtgarten abzusehen.
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Extrahierter Text
17. ÖFFENTLICHE PLENARSITZUNG DES GEMEINDERATES AM 25. OKTOBER 2005 Vorlage Nr. 435 ANTRAG Zu TOP 22 ------------------------------------------ A N T R A G der Stadträtinnen Dr. Gisela Splett und Bettina Lisbach (GRÜNE) sowie der GRÜNE- Gemeinderatsfraktion vom 27. September 2005 Umfrage im Karlsruher Zoo Antrag: Der Gemeinderat beschließt, noch vor der endgültigen Entscheidung über das Zoo-Bausteinkonzept eine Besucher/innen-Umfrage im Zoo durchführen zu lassen. Diese soll aufgeschlüsselt nach Benutzer- bzw. Zielgruppen, Einzugsbereich, Altersstruktur, Schulklassen, Familien oder Einzelpersonen u.a. folgende Fragestellungen abdecken: · Bevorzugte Aufenthaltsbereiche (Zoo, Stadtgarten...)? · Welche Bereiche/Gehege gefallen besonders gut und warum? · Welche gefallen weniger gut und warum? · Welche Tierarten sind besonders wichtig? · Wie wird die Beschilderung beurteilt? · Werden mehrsprachige Schilder (englisch, französisch) gewünscht? · Wo fehlen Informationen zu Tieren und ihren Lebensräumen? · Wie wird das pädagogische Angebot beurteilt? · Besteht Interesse an einem Ferienprogramm und wie sollte das aussehen (eintägig, mehrtägig etc.)? · Was sollte bei einer Umgestaltung des Zoos anders bzw. verbessert werden? · Was ist in anderen Zoos besser / schlechter als in Karlsruhe Zoos? · Wie werden die Eintrittspreise beurteilt? Sachverhalt/Begründung: Die gemeinderätlichen Fraktionen und Ausschüsse befassen sich derzeit mit der notwendigen Umgestaltung des Karlsruher Zoos. Wenn der derzeitige Tierbestand in unserem Zoo aufrechterhalten werden soll, ist aufgrund der gesetzlichen Vorgaben zum Tierschutz eine Vergrößerung vieler Gehege und damit eine Inanspruchnahme von Teilen des Stadtgartens erforderlich. Auch sind über Jahre hinweg hohe Investitionen zu tätigen. Interessenskonflikte insbesondere im Bereich des Stadtgartens sind hier vorprogrammiert - die Gewichtung der Einzelinteressen fällt schwer. Auch dürfen sich die Bestrebungen zur Attraktivitätssteigerung des Karlsruher Zoos nicht auf bauliche Maßnahmen beschränken. Eine Verbesserung und Erweiterung des pädagogischen Angebotes ist unverzichtbarer Bestandteil eines modernen Zoo-Konzeptes. Wir meinen, dass eine öffentliche Diskussion über die Entwicklung des Karlsruher Zoos in Gang gesetzt werden muss, bei der die Karlsruher Bevölkerung und insbesondere die Zoo-Besucher/innen zu Wort kommen. Selbstverständlich kann eine Zoo-Umfrage die Abwägung und Entscheidung über das Zoo-Bausteinkonzept nicht ersetzen. Sie kann Stadtverwaltung und GemeindrätInnen jedoch wichtige Hinweise über die Bedürfnisse und Prioritäten der unterschiedlichen Besucher- und Nutzergruppen im Zoo liefern und damit Hilfestellung bei weitere Planungen und Entscheidungen sein. gez. Dr. Gisela Splett gez. Bettina Lisbach Hauptamt - Sitzungsdienste - 12. Oktober 2005 Stellungnahme: