Erweiterung Logistikzentrum L"Oréal, Karlsruhe-Hagsfeld
| Vorlage: | 16546 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 27.10.2005 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Hagsfeld |
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Extrahierter Text
Beschlussvorlage STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister 17. Sitzung des Gemeinderates am 25.10.2005 TOP 6 Vorlage Nr. 421 Öffentlich Nichtöffentlich verantwortlich: Dez. 5 Erweiterung Logistikzentrum L'Oréal, Karlsruhe-Hagsfeld Beratungsfolge Sitzung am TOP ö nö Ergebnis Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat nimmt die geplante Erweiterung des Logistikzentrums der Firma L‘Oréal in Karlsruhe-Hagsfeld zustimmend zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung für die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans 2010 den entsprechenden Antrag beim Nachbarschaftsverband Karlsruhe zu stellen. Finanzielle Auswirkungen: nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Be- lastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO): nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften: nein ja abgestimmt mit Formatänderungen der Wordvorlage sind nicht zulässig ! Stadt Karlsruhe – Hauptamt: Stellungnahme des BMA – Beschlussvorlage Fassung: Juni 2005; Intranet RHIN: Formul a re/Gemeinderat Ergänzende Ausführungen Seite 2 von 4 Die Firma L’Oréal beabsichtigt, den Standort Karlsruhe als Produktions- und Lo- gistikstandort auszubauen und zu stärken. Derzeit sind in der Hertzstraße in der Produktion rund 450 und im Logistikbereich Greschbachstraße und Am Storrenacker ebenfalls rund 450 Personen beschäftigt. Mit dem Ausbau ist die Neueinstellung von weiteren 100 Mitarbeitern vorgesehen. Der Ausbau des Logistikstandortes Karlsruhe als europäische Logistikzentrale von L’Oréal ist mit Blick auf die Veränderungen in Osteuropa (Standort- und Produktionskonkurrenz, aber auch Absatzmärkte) und die beabsichtigte, längerfristige Arbeitsplatzsicherung in Karlsruhe dringend geboten und eröffnet auch weitere Perspektiven für den Produktionsstandort Karlsruhe. Die Erweiterungsabsichten wurden dem Planungsausschuss in seiner Sitzung am 3. Februar und dem Wirtschaftsförderungsausschuss am 18. Februar vorgestellt. Da- nach hat sich der Wirtschaftsförderungsausschuss nochmals in seiner Sitzung am 11. Mai mit dem Projekt befasst. Dem Ausschuss für Umwelt und Gesundheit wurde in seiner Sitzung am 21. Juli von der geplanten Erweiterung berichtet und das neu erstellte Klimagutachten vorgestellt. Der Ausschuss hat die Ausführungen zur Kenntnis genommen. Zuletzt hat der Planungsausschuss das Thema am 13. Sep- tember behandelt und empfohlen, die notwendigen Planverfahren einzuleiten. Wesentliche Kernfrage war neben dem Verkehrsaufkommen und dessen Führung die klimatologische Beurteilung der Auswirkungen auf den Stadtteil Hagsfeld. Bereits bei der Aufstellung des Vorhabenbezogenen Bebauungsplanes für die be- stehende Versandzentrale südlich des Herdwegs und deren Erweiterung wurden entsprechende Untersuchungen zur Bedeutung des Freiraumes zwischen den Ge- werbegebieten Storrenacker und Roßweid beauftragt. So hat der Gemeinderat – nach erstmaliger Vorstellung der Planung im Planungs- ausschuss am 14.12.1995 – mit dem Satzungsbeschluss am 08.04.1997 die Ansied- lung der Versandzentrale südlich des Herdwegs auf den Weg gebracht (1. Bauab- schnitt) und nach erneuter Vorstellung am 08.07.1999 im Planungsausschuss mit Ergänzende Ausführungen Seite 3 von 4 dem Satzungsbeschluss am 21.03.2000 die Ergänzung in Richtung Autobahn (2. Bauabschnitt). Zur Objektivierung des zuletzt vom Vorhabenträger im Zusammenhang mit der o. g. Erweiterungsabsicht vorgelegten klimatologischen Gutachtens des Büros Lohmeyer von 1999 wurde ein Vergleichsgutachten eines neutralen Büros (ÖKOPLANA Mann- heim) in Auftrag gegeben, das nun Grundlage der zur Erweiterung der Firmenzentra- le notwendigen neuen Verfahren für einen Vorhabenbezogenen Bebauungsplan so- wie für die Änderung des Flächennutzungsplanes werden soll. Das Ergebnis dieses Gutachtens war, dass dem Vorhaben aus klimaökologischer Sicht keine grundsätzli- chen Bedenken entgegen stehen (siehe auch Anlage 1). Wie bereits bei den ersten Vorhabenbezogenen Bebauungsplänen hat die Firma L’Oréal auch dieses mal wieder die Firma Vollack mit der Ausarbeitung der Planung beauftragt. Vollack hat am 13.07.2005 den Antrag auf Einleitung des Satzungsver- fahrens gestellt und erste, unabgestimmte Planunterlagen geliefert. Es ist vorgesehen, das Areal in südlicher Richtung zu erweitern und parallel zum bestehenden Gebäude zwischen der Straße Am Storrenacker und der Autobahn eine zweite Lagerversandhalle zu errichten. Beide Gebäude sollen mit Abstand zur Autobahn hufförmig verbunden werden und den bereits vorhandenen Lieferhof um- schließen. Die Höhenentwicklung wird den vorhandenen Bauten entsprechen (siehe auch Anlage 2). Mit der Fertigstellung des Teilabschnitts Nordtangente-Ost wird der Großteil des Verkehrs von und zu L’Oréal über den neuen Autobahnanschluss flie- ßen und somit Hagsfeld nicht belasten. Die nun geplante Erweiterung greift nach bisherigem Planungsstand zum großen Teil in die Ausgleichsflächen des 1. Bauabschnitts ein (siehe auch Anlage 3). Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens wird deshalb darauf zu achten sein, dass mit einer neuen Ausgleichsfläche sowohl der Ausgleich für den 1. Bauabschnitt voll- wertig ersetzt, als auch der neuerliche Eingriff kompensiert wird. Der genaue Bedarf Ergänzende Ausführungen Seite 4 von 4 und geeignete Flächen hierfür werden im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens und dessen zu erstellenden Umweltberichts ermittelt und festgelegt. Parallel zum Verfahren für den Vorhabenbezogenen Bebauungsplan wäre der Flä- chennutzungsplan 2010 des Nachbarschaftsverbands zu ändern. Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat beschließt: Der Gemeinderat nimmt die geplante Erweiterung des Logistikzentrums der Firma L‘Oréal in Karlsruhe-Hagsfeld zustimmend zur Kenntnis und beauftragt die Verwal- tung für die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans 2010 den entspre- chenden Antrag beim Nachbarschaftsverband Karlsruhe zu stellen. Hauptamt - Sitzungsdienste - 21. Oktober 2005
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